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Auf Einkaufstraßen wie der Louisenstraße in Bad Homburg gilt unter den »Hotspot«-Regeln, unter die der Hochtaunuskreis ab Dienstag fällt, eine allgemeine Maskenpflicht.

Coronavirus-Pandemie

Hochtaunuskreis wird Corona-Hotspot - Neue Regeln ab Dienstag

Drei Tage hintereinander war die Sieben-Tage-Inzidenz des Hochtaunuskreises über dem Schwellenwert von 350. Ab Dienstag treten nur verschärfte Regeln im Corona-»Hotspot« in Kraft.

Hochtaunuskreis. Seit Mitte Dezember gelten in Hessen und damit auch im Hochtaunuskreis neue Corona-Regeln des Landes Hessen. Im gesamten Landkreis gelten ab Dienstag, 11. Januar, zusätzlich besondere regionale Schutzmaßnahmen, die sogenannten »Hotspot-Regeln«. Hintergrund: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Hochtaunuskreis lag an den vergangenen drei Werktagen über 350. Zudem geht das Kreis-Gesundheitsamt in den kommenden Tagen von weiter ansteigenden Infektionszahlen aus.

Zahlen müssen fünf Tage hintereinander unter 350 liegen

In Hotspots gelten bei Veranstaltungen (mit mehr als zehn Personen), im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich (Sportplatz, Fitnessstudio, Kino, Theater usw.), in der Gastronomie sowie bei touristischen Übernachtungen in Innenräumen dann die 2 G-plus-Regel, im Außenbereich gilt die 2G-Regel. Personen mit einer Auffrischungsimpfung (Boosterimpfung) benötigen allerdings keinen zusätzlichen Negativnachweis. Außerdem sind Prostitutionsstätten zu schließen.

Darüber hinaus gilt ein Alkoholverbot an publikumsträchtigen öffentlichen Orten sowie eine Maskenpflicht in Fußgängerzonen und Einkaufsstraßen. Diese Orte hat der Landkreis am heutigen Tag nach entsprechenden Meldungen der kreisangehörigen Städte und Gemeinden per Allgemeinverfügung bestimmt (siehe unten). In den Innenbereichen der Einkaufszentren gilt aufgrund der Corona-Schutzverordnung ohnehin die Maskenpflicht.

Die Hotspot-Regelungen treten, sobald die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen wieder unterhalb der Schwelle von 350 liegt, ab dem nächsten Tag außer Kraft.

In diesen Einkaufstraßen gilt ab Dienstag eine Maskenpflicht

Es werden folgende Einkaufszentren und Fußgängerzonen bestimmt, in denen eine medizinische Maske zu tragen ist:

Stadt Bad Homburg (in der Zeit von montags bis samstags von 8 Uhr bis 20 Uhr):

  • Louisenstraße (im Fußgängerzonenbereich, begrenzt durch die Ferdinandstraße und Haingasse, einschließlich Waisenhausplatz und Marktplatz)
  • der Bereich zwischen Thomasstraße/Ludwigstraße und Schwedenpfad (Kurhausvorplatz)

Stadt Königstein (in der Zeit von montags bis samstags von 7 Uhr bis 19 Uhr):

  • im Fußgängerbereich in der Hauptstraße zwischen Georg-Pingler-Straße und Kirchstraße

Stadt Kronberg (in der Zeit von montags bis samstags von 9 Uhr bis 19 Uhr):

  • Berliner Platz
  • Friedrich-Ebert-Straße zwischen Hainstraße und Tanzhausstraße
  • südlicher Schirnplatz
  • Pferdstraße zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Einmündung An der Stadtmauer

Stadt Oberursel (in der Zeit von montags bis freitags von 8 Uhr bis 19 Uhr und samstags von 8 Uhr bis 16 Uhr):

  • Vorstadt
  • Kumeliusstraße (im Abschnitt zwischen Vorstadt und Epinayplatz)
  • Stichstraße zwischen Rathausplatz und Vorstadt
  • Strackgasse, Abschnitt Vorstadt bis Schlenkergasse
  • Epinayplatz während des Wochenmarktes

Auf diesen öffentlichen Plätzen gilt ab Dienstag Alkoholverbot

Es werden folgende publikumsträchtige öffentliche Orte bestimmt, an denen der Konsum von Alkohol untersagt ist:

Stadt Bad Homburg:

  • Rathausplatz einschließlich Fuß- und Radweg (Hessen-ring) mit angrenzender Grünanlage zwischen Rathausplatz und Am Hohlebrunnen
  • Am Bahnhof (Bahnhofsvorplatz mit ZOB).

Die Corona-Lage im Hochtaunuskreis

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Hochtaunuskreis ist am Montag erneut gestiegen. Sie betrug nach 229 Neuinfektionen nun 455,6 (Freitag: 430,3). Insgesamt haben sich demnach 15 594 Menschen aus dem Hochtaunuskreis nachweislich mit dem SARS-Co V-2-Virus angesteckt, 244 sind in diesem Zusammenhang verstorben (kein neuer Fall), 1498 Menschen gelten als aktive Fälle und befinden sich in Quarantäne.

In den Hochtaunuskliniken werden derweil 17 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion behandelt, zwei davon auf der Intensivstation.

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