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Die Lichterspirale im Neuweilnauer Schlosshof führt zum Friedenslicht in der Mitte.

Hoffnungssymbol aus Betlehem

Neuweilnau (sng). Die Flamme hatte schon eine weite Reise hinter sich, bis sie hier in Neuweilnau ankam. Vor Kurzem wurde sie als Friedenslicht von einem Kind in Bethlehem entzündet. Mit dem Flugzeug ging es dann von Israel nach Wien. Und von dort brachten es Pfadfinderinnen und Pfadfinder am 3. Advent nach Deutschland. Durch das ganze Land führten die Verteilungsrouten.

In Bonames holte Ute Lehnhoff vom Projekt »Sozialraumorientierung Usinger Land« das Licht ab und nahm es am Abend mit nach Schloss Neuweilnau.

Ein Raum für Begegnung

Dort hatten Anna Habermann vom Familienzentrum Weilrod und Familien-, Generations- und Integrationsbeauftragte der Gemeinde Weilrod, Sonia Di Martino-Hafeneger und Günter Hafeneger von der Weilroder Pfadfindergruppe eine Spirale aus Tannenzweigen auf dem Schlosshof vorbereitet, in deren Mitte ein großes Windlicht wartete. Vorsichtig entzündeten sie dieses mit der weit gereisten Flamme. Aber auch die Spirale selbst war mit Kerzenflammen beleuchtet, was ein stimmungsvolles Bild abgab.

Die drei Frauen hatten im Vorfeld alle dazu eingeladen, sich hier ihr eigenes Friedenslicht zu holen. Denn die Friedenslichtaktion 2021 steht unter dem Motto »Friedensnetz - ein Licht, das alle verbindet«. »Das Friedenslicht soll als Kommunikationsmittel dienen«, sagte Lehnhoff, es setze ein Zeichen und erhelle die Dunkelheit. Gerade in diesen Zeiten, in denen persönliche Kommunikation eingeschränkt ist, sollte diese gemeinsame Aktion Leute zusammenbringen, einen Raum für Begegnung schaffen, draußen und mit Abstand; so wurde diese Veranstaltung auch von Gesundheitsamt genehmigt. Dazu hatten die Pfadfinder einen Weihnachtweg im Schlossgarten gestaltet. An verschiedenen Stationen konnte man die einzelnen Kapitel der Weihnachtsgeschichte nachlesen, die mit schönen Bildern untermalt waren. Nur mussten die Besucher sie wie bei einer Schnitzeljagd im dunklen Garten auch finden.

Entdeckungsreise im Schlossgarten

Deswegen hatten die Veranstalterinnen auch gebeten, Taschenlampen mitzubringen. Für die Kinder war das besonders spannend, sie gingen gerne auf Entdeckungsreise. Zum Schluss des Rundgangs an dem großen Walnussbaum im Schlossgarten hatte Di Martino-Hafeneger als kleine Andacht den Text der Geschichte »Licht sein« von Christine Sinnwell-Backes aufgehängt. Aber wer wollte, konnte die Geschichte auch mit nach Hause nehmen.

Einige Besucher hatten den Anstieg zum Schloss herauf nicht gescheut, gingen den meditativen Spiralweg zur Mitte, entzündeten ihre mitgebrachten Windlichter am Friedenslicht und trugen es so weiter. Und knüpften so weiter das Friedensnetz.

Wer sich ebenfalls sein Friedenslicht entzünden möchte, kann dies am kommenden Freitag, 17. Dezember, zwischen 17 und 19 Uhr auf dem Spielplatz »Vor dem Berg« in Rod an der Weil oder am Sonntag, 19. Dezember, 4. Advent, 17 bis 19 Uhr, am Seniorenpark »carpe diem« in Hasselbach tun.

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