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Ramon Vicente Behrens (links) will in Neu-Anspach einen Hofmarkt mit Imbiss eröffnen und wird von seinem Onkel Michael Staschok unterstützt.

Nahe des Gewerbegebiets

Hofladen und Handwerker-Imbiss eröffnen am Burgflecken in Neu-Anspach

Samstag in einer Woche soll Neu-Anspach um zwei Attraktionen reicher werden: einen Hofmarkt und einen Imbiss für Handwerker und Co. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

Neu-Anspach. Wenn alles planmäßig läuft, eröffnet am Samstag vor dem ersten Advent in Neu-Anspach ein Hofmarkt mit Imbiss. Am Burgflecken 1, dort wo Reinhold Ernst, vielen besser bekannt als »Viez« oder »Vieze-Bäcker«, früher Backwaren verkauft und Autos vermietet hat, will Ramon Vicente Behrens ab 27. November Obst, Gemüse, Eier und Fleisch von regionalen Anbietern verkaufen, aber auch einen Imbiss betreiben, wo Handwerker und Mitarbeiter aus dem nahe gelegene Gewerbegebiet günstig und vor allem gut essen können.

Am Samstag hat der 23-Jährige mit brasilianischen Wurzeln, der in Maintal aufgewachsen ist und noch in Bruchköbel wohnt, mit seinem Onkel Michael Staschok angefangen, den Platz, auf dem der Hofmarkt etabliert werden soll, zu pflastern. Sein Onkel, den viele Usinger als Betreiber des Mau Mau oder mit seinem Projekt »Harley goes Usingen« noch in Erinnerung haben und der den Gewinn aus seinen Projekten in den Tierschutz steckt, hat den jungen Mann auf die Idee für den Hofmarkt in Neu-Anspach gebracht.

Als Pächter hatte Staschok das Gelände bisher an einen griechischen Autohändler unterverpachtet. Von dem stehen noch einige Fahrzeuge auf dem Platz, aber auch schon der Verkaufswagen fürs Brot und andere Backwaren, die sein Neffe natürlich von der Bäckerei Reinhold Ernst anbieten will. Staschok selbst ist 63, und er will selbst nicht noch einmal etwas Neues anfangen, aber seinen Neffen gerne bei der Firmengründung unterstützen.

Behrens ist als gelernte Bestattungsfachkraft Branchenneuling. Der junge Mann wollte sich beruflich verändern und vor allem gerne auf eigene Füßen stehen. Bei einem Familientreffen haben die beiden einfach so ins Blaue hinein Ideen entwickelt und dann schnell Nägel mit Köpfen gemacht.

Staschok hat ein großes Netzwerk im Usinger Land, weiß. dass in Neu-Anspach so etwas wie ein Handwerker-Imbiss fehlt und auch der neue Hofladen mit Straußenwirtschaft von Andreas Schmidt vom Glockenhof in Eschbach gut angelaufen ist. Eine Kombination von beidem kann er sich in der Kleeblattstadt bestens vorstellen. Vor allem ist er schon lange Verfechter dafür, regionale Erzeuger zu unterstützen.

Und mit Andreas Schmidt will Behrens, der an allen Werktagen in Neu-Anspach den Hofmarkt mit Imbiss betreiben will, auch beim Bezug von Obst und Gemüse zusammenarbeiten. Das Frischfleisch soll von der Metzgerei Bleher kommen.

Wechselnder Mittagstisch

Behrens schwebt neben der klassischen heißen Küche mit Würstchen und Fleischkäse im Brötchen auch ein täglich wechselnder Mittagstisch vor wie Rollbraten oder Kotelett aus Omas Küche. »Hier kocht die Oma persönlich«, verraten die beiden. Die 87-jährige Mutter von Staschok und Oma von Behrens wird das Zepter in der Küche schwingen, und auch die Mutter von Behrens ist mit im Boot.

Für die berufstätige Bevölkerung soll der Imbiss schon ab 6 Uhr geöffnet sein. Wie lange abends offen sein wird, steht noch nicht fest. Bis zur Eröffnung wird der komplette Platz hergerichtet sein, und es können bis zu 25 Fahrzeuge auf dem Gelände parken.

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