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JFC stellt Ausschuss Planung für Multifunktionsplatz vor

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SCHMITTEN (evk). Der Schmittener Sozialausschuss hat sich die Evaluierung der Jugendarbeit auf die Fahnen geschrieben und will Ideen für künftige Jugendarbeit entwickeln. In der Sitzung am Donnerstagabend waren vom Jugendfußballclub Eintracht Feldberg Schmitten (JFC) Jugendleiter Mirko Reinke und Vorsitzender Peter Bamberger zu Gast.

Die machten im Ausschuss nicht nur Werbung für den Verein. Der JFC betreibt seit 1998 reine Jugendarbeit und integriert auch behinderte Kinder und Jugendliche und solche aus Flüchtlingsfamilien oder einem schwierigen sozialen Umfeld. Vor allem schreibt er seine Erfolgsgeschichte auch in Corona-Zeiten weiter.

Nutzbar auch für Nichtmitglieder

Die Vereinsvertreter machten sich vor allem stark für einen neuen Multifunktionsplatz, den auch Nicht-JFC-Mitglieder nutzen könnten.

Der JFC hat entgegen dem allgemeinen Trend seit Corona besonders viel Zulauf. Derzeit zählt der Verein 244 aktive Jugendspieler, die in zwölf Mannschaften Fußball spielen. Ohne 28 ehrenamtliche Betreuer und Trainer wäre das nicht möglich. Doch der Kunstrasenplatz in Niederreifenberg, der Rasenplatz in Arnoldshain und der Hartplatz in Oberems reichen schon jetzt nicht mehr aus, um die Trainingszeiten abzudecken.

»Früher konnten wir schon um 14 Uhr mit dem Training beginnen, heute kriegt man die Kinder nach Nachmittagsunterricht und/oder -betreuung in der Schule frühesten um 16 Uhr auf den Platz. Samstagstraining kann nur stattfinden, wenn wir keine Heimspiele haben«, erläuterte Bamberger.

Reinke ergänzte, dass ältere Spieler aus der A- und B-Jugend von ihren Eltern nicht mehr zum Training gefahren würden, aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht nach Oberems und wieder zurück kämen. Für deren Training blieben nur die beiden Plätze innerhalb der Gemeinde Schmitten übrig.

Ständiges Jonglieren

»Es ist ein ständiges Jonglieren, um überhaupt für alle Mannschaften regelmäßiges Training anbieten zu können«, so der Vorsitzende. Deshalb hatten die beiden eine konkrete Projektidee mitgebracht, die nicht nur den Jugendfußballern zugutekommen könnte.

Ein Multifunktionsplatz mit Kunstrasen oberhalb des Kunstrasenplatzes, dort wo sich der von den Leichtathleten und der Grundschule benutzte Hartplatz befindet, könnte zum Training Fußballern und Breitensportlern zur Verfügung stehen. Wenn der Platz nicht von der Schule oder Vereinen belegt sei, könnten auch Jugendliche aus der Großgemeinde sich dort zum Kicken treffen.

Beim Multifunktionsfeld an der Hattsteinhalle funktioniere das. Ähnlich wie beim Bau des Kunstrasenplatzes, würde der JFC wieder Sponsoren generieren. »Aber ohne Unterstützung der Gemeinde wird es schwierig«, so der Vorsitzende. Damals hatte die Gemeinde 150 000 Euro von 500 000 Euro übernommen. Für den neuen Multifunktionsplatz mit Flutlicht stellte Bamberger insgesamt rund 200 000 Euro in den Raum.

Weil das Vereinsheim aus allen Nähten platzt und keine Möglichkeit bietet für Treffen außerhalb der Trainingszeiten, sucht der JFC-Vorstand auch nach anderen Lösungen, damit die jungen Kicker einfach mal nur abhängen können.

Finden sich Betreuer aus den Reihen des JFC, könnte das zu festgesetzten Zeiten der größtenteils leer stehende, aber voll ausgestattete Jugendraum in Oberreifenberg sein.

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