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Julien Williams (Dritter von rechts) wird die Helmut-Schmidt-Schule in der nächsten Runde vertreten. Er setzte sich in einem Wettbewerb der Klassenbesten mit Harry Potter durch.

Julien Williams tritt auf Kreisebene an

Usingen (fms). Der Vorlesewettbewerb an der Helmut-Schmidt-Schule findet meist in der Schulbücherei statt, Publikum ist sonst auch dabei, aber diesmal war der Rahmen doch kleiner, die Lesekandidaten waren mit der Jury praktisch unter sich, jeder Vorleser hatte einen Tisch für sich, weihnachtlich dekoriert, eine kleine Note zum Wohlfühlen.

Von Aufregung war nicht viel zu merken und schon gar nicht in der spannungsgeladenen Zeit nach dem Lesen und vor der Bekanntgabe des Siegers oder der Siegerin. Fünf Mädchen sowie zwei Jungen hatten sich in ihrer jeweiligen Klasse für das Schulfinale qualifiziert und jetzt ging es um die Wurst.

»Mein Bruder hat es mir empfohlen«, sagte Anni Lindner, außerdem habe sie das Buch, »Die Schmahamas. Verschwörung von Paluten« gereizt, weil es von einem YouTuber geschrieben wurde, ein Minecraft-Freedom-Projekt aus dem Computerspiel-Milieu. Gelesen habe sie es nur für sich ohne Generalprobe vor der Familie beispielsweise. So auch Quanna Sophie Lüchow, aber in ihren Klassen hatten sie bereits überzeugt, auch ohne vor Publikum zu üben.

Amy Knipp war für einen Tipp der Eltern empfänglich und hatte sich »Biber undercover« ausgesucht, eine tierische Detektivgeschichte. Serkan Baydu hatte sich für den »Holzwurm Hans« entschieden, ein Musikfan, der auf eine Holzwurmin mit der gleichen Leidenschaft zur Musik traf und so war eine Verwurmung, in der Sache zumindest, programmiert. Es sei leicht zu lesen, war ein weiterer Vorteil seiner Wahl.

Ein echter Harry-Potter-Fan ist Julien Williams der selbstverständlich auch mit dem Zauberlehrling ins Vorlese-Rennen ging. Eine gewisse Schubkraft brachte er auch schon mit denn das Thema hatte er bereits in einer Deutsch-Präsentation erfolgreich genutzt. Und Lilly Gräfe ist beim Lesen zum »Woodwalker«-Fan geworden und las aus dem ersten Band der Reihe.

»Es ist einfach eine schöne Geschichte«, so Maja Keller zu ihrer Wahl: »Schule der magischen Tiere« heißt sie und den Eltern hatte sie dieselbe probeweise einmal vorgelesen.

So hatte sich jeder und jede gut vorbereitet an den Lesetisch gesetzt und gab entspannt sein Bestes. Es konnte sich hören lasse, denn flüssig und lebendig lasen alle, der eine Text ein wenig anspruchsvoller als der andere. Aber immerhin war es ja der sechste Jahrgang der Schule und besten aus den Klassen obendrein.

Die Jury bestand aus Tim Neugebauer und Victoria Alwinus, beide aus der G 8 b und jeweils mit Wettbewerbserfahrung, sowie den Lehrkräften Wolfgang Meister, Gaby Schweighöfer und Robin Staudt. Die Juroren ließen sich Zeit, ließen sich nicht in die Karten schauen und verkündeten anschließend ausschließlich den Sieger. Nur so viel ließen sie verlauten: Es sei eng gewesen. Gewonnen hatte Harry Potter-Fan Julien Williams aus der F6d.

Doch alle bekamen einen Buchpreis. Julien wird die Schule nun im Kreisentscheid vertreten und sollte er verhindert sein, dann springt der oder die Nächste auf der Liste ein. Denn es gibt ein Ranking, das allerdings geheim bleibt, auf das nur im Bedarfsfall zurückgegriffen wird.

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