+
Coronavirus-Pandemie - Symbolbild.

Coronavirus-Pandemie

Kampf gegen die vierte Corona-Welle: Gesundheitsamt stockt Personal auf

  • schließen

Auch im Hochtaunuskreis steigt die Inzidenz der Corona-Neuinfektionen. Das Gesundheitsamt hat nun das Personal wieder aufgestockt, um die Kontakte weiter nachverfolgen zu können.

Hochtaunus. Steigende Corona-Zahlen und eine Inzidenz, die mittlerweile um die 160 liegt, machen die Nachverfolgung von Kontakten inzwischen auch im Hochtaunuskreis schwieriger. »Wir sind weiterhin bemüht, die Kontakte nachzuverfolgen - das dient dem Schutz aller«, betonte Erster Kreisbeigeordneter Thorsten Schorr (CDU) am Montag. Aus diesem Grund habe der Hochtaunuskreis im Gesundheitsamt auch wieder Personal über eine Zeitarbeitsfirma aufgestockt, »das wird auch bis ins Frühjahr hinein der Fall sein«, erklärte Schorr.

Zufrieden sind Schorr und Kreisbeigeordnete Katrin Hechler (SPD) auch, dass der Kreis an den Standorten seiner drei Kliniken in Bad Homburg, Königstein und Usingen dezentrale Impfzentren einrichten konnte, »und zwar praktisch gleich nachdem die Impfzentren des Landes schlossen«. Da war es von Vorteil, dass die Hochtaunus-Kliniken das bisherige Impfzentrum ohnehin schon für den Kreis im Auftrag des Landes betrieben hatten, das Know-how also vorhanden war.

»Wir haben ja nun den Auftrag, dafür zu sorgen, dass die Menschen geimpft werden können, und nach Meinung des Landes sollen das die niedergelassenen Ärzte und auch das Gesundheitsamt tun«, sagte Schorr. Im Gesundheitsamt sei man darauf aber nicht eingestellt, insofern seien die Impfzentren in den Kreis-Kliniken perfekt. Von Königstein aus etwa seien auch mobile Impfeinheiten »in der Fläche unterwegs«, auch Sonderimpftage an besonderen Standorten wie dem Hessenpark seien wieder geplant.

Bereits im September hätte es Angebote für »Booster«-Impfungen, also Auffrischungsimpfungen in diversen Alten- und Pflegeheimen des Hochtaunuskreises gegeben. »Leider mussten wir feststellen, dass die Bereitschaft, sich ein drittes Mal impfen zu lassen, zu diesem Zeitpunkt weder bei den Senioren noch beim Pflegepersonal besonders ausgeprägt war«, sagt Schorr. Inzwischen scheint sich das etwas geändert zu haben, zumindest geht das »Booster«-Angebot für Alten- und Seniorenheime nun in die zweite Runde.

Auch zahlreiche Mitarbeiter des Rettungsdienstes und das Pflegepersonal der Hochtaunus-Kliniken hätten bereits ihre dritte Impfung erhalten, demnächst sollen die Einsatzkräfte der Feuerwehren dran sein. Um die Einsatzfähigkeit durchgehend zu gewährleisten würden die Feuerwehrleute in Gruppen eingeteilt und nach und nach geimpft, betonte Schorr.

Prinzipiell hoffen Schorr und Hechler, dass möglichst viele Menschen das Angebot der Drittimpfung über die Hochtaunus-Kliniken wahrnehmen (»und vielleicht auch noch die eine oder andere Erstimpfung dabei ist«, wie Hechler betonte), denn, wie auch Landrat Ulrich Krebs (CDU) mahnte: »Der kommende Winter wird uns abermals vor eine große Herausforderung stellen und ein umfassender Impfschutz ist der beste Beitrag, Corona zu besiegen.«

Impfberechtigt seien nicht nur Menschen über 70 Jahre oder jene, die zuletzt mit dem Impfstoff von Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft worden seien - wenngleich jene terminlich bevorzugt würden - sondern alle, deren zweite Impfung sechs Monate zurückliege.

Informationen und Termine gibt es im Internet der Adresse unter hochtaunus-kliniken.de oder telefonisch unter 0 61 72/ 14 45 00 in Bad Homburg, unter 0 60 81/1 07 40 40 in Usingen oder unter 0 61 74/20 81 50 in Königstein.

Das könnte Sie auch interessieren