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Symbolbild Baustelle

Digitale Bürgerversammlung

Kanonenstraße früher fertig? Schmittens Bürgermeisterin ist »vorsichtig optimistisch«

Eigentlich sollte die Straßensanierung an der Schmittener Kanonestraße bis Juli nächsten Jahres dauern - doch nun könnte es doch deutlich schneller gehen.

Schmitten. Umfangreiche Straßensanierungen und damit verbundene Umleitungen, aber auch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Verkehrslenkung bewegen die Schmittener Bürger nicht erst seit Beginn der Sanierungsoffensive in diesem Sommer.

Erste digitale Versammlung

Zur ersten digitalen Bürgerversammlung zu diesem Themenkomplex begrüßte der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Denis Knappich (CDU), am Mittwochabend 72 Teilnehmer im Netz. Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) nahm sich viel Zeit für umfassende Informationen, die sie mit ihrem Team aus der Bauverwaltung und dem Ordnungsamt zusammengestellt hatte. Gelegenheit, um auf Fragen aus dem Video-Chat einzugehen, blieb kaum.

Zunächst stellte die Bürgermeisterin heraus, dass in Kooperation mit HessenMobil bei der Sanierung der L 3025 und der L 3004 schon viel erreicht worden sei. Im Rückblick auf den vergangenen Sommer stellte sie fest: »Alle müssen an einem Strang ziehen, das ist bisher ganz gut gelungen.« Die Arbeiten an der Kanonenstraße lägen gut in der Zeit.

Durchgangsverkehr wird umgeleitet

Geplant waren diese über einen Zeitraum von acht Monaten bis zum 22. Juli 2022. »Wir sind vorsichtig optimistisch und gehen davon aus, dass die Kanonenstraße im April fertiggestellt wird«, stellte Krügers in Aussicht. Bis dahin soll der Durchgangsverkehr Schmitten großräumig umfahren, Anwohner, Besucher und Hotelgäste könnten Schmitten aber erreichen. Die aktuelle Sanierung in der Ortsdurchfahrt Brombach wird Ende dieser Woche abgeschlossen. Aber in der Usinger Straße in Brombach muss vom 8. bis 22. November ein Schaden am Kanal behoben werden. Aktuell wird die Treppe zwischen der Schulstraße und der Königsteiner Straße in Oberreifenberg saniert und ist für Fußgänger gesperrt. Die Baumaßnahme in der Seelenberger Straße soll bis Ende November fertig sein. Danach werden Tief- und Straßenbaumaßnahmen zwischen der Einmündung Feldberg-/Schillerstraße vorgezogen.

2022 wird in den Sommerferien in den Ortsdurchfahrten Schmitten und Dorfweil der Straßenbelag aufgetragen. Krügers gab auch schon einen Ausblick darauf, was 2023 und 2024 vorgesehen ist. Außer in Schmitten werden Arbeiten in Seelenberg, in der Emser Straße in Niederreifenberg und an der Kreisstraße in Hunoldstal durchgeführt. Seit Frühjahr sind in verschiedenen Ortsteilen dort, wo es möglich ist, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Schulwegsicherung durchgeführt worden wie Tempo 30, die Markierung von Parkflächen und die Einrichtung von Halteverboten.

Und wie wird’s am Feldberg geregelt?

Verstärkte Geschwindigkeitskontrollen sollen sicherstellen, dass das Tempolimit auch eingehalten wird. Außerdem wies die Bürgermeisterin darauf hin, dass bundesweit ab 9. November höhere Bußgelder verfügt werden. Grundsätzlich bat sie die Bürger um gegenseitige Rücksicht. Gehwege sollten nicht zugeparkt, und Fahrzeuge auf den eigenen Grundstücken statt auf der Straße abgestellt werden.

Erst zum Schluss ging Krügers auf die Situation rund um den Feldberg ein. Um ein weiteres Winterchaos wie in der vergangenen Saison zu verhindern, werde es zunächst eine Interimslösung geben. Die vorgesehene Sperrung für Motorräder an bestimmten Wochenenden im Sommer diene dem Schutz und Ruhebedürfnis der Anwohner. Im Chat wurde kritisiert, dass es für Anwohner keine Ausnahmen geben soll. Außerdem kam die Anregung, zu diesem Thema eine weitere Veranstaltung durchzuführen und dazu auch die Interessenverbände einzuladen.

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