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Beim Baumstellen ist des Wetter eher frühlinghaft. Michael Bettner, Norbert Saueressig und Mathias Giebken erledigen den Auftrag im Handumdrehen.

Kein Weihnachtszauber

Hausen . Die Hoffnung keimte bis zuletzt. Nachdem der große Neu-Anspacher Nikolausmarkt bereits abgesagt worden war, wollten die Veranstalter des »Hausener Weihnachtszaubers« die Entwicklung erst noch abwarten und kurzfristig entscheiden. Die Entwicklung ist bekannt, und so wurde auch der kleine beschauliche Hausener Markt inzwischen abgesagt und der Platz zwischen alter Schule, Kirche und Vereinshaus bleibt entzaubert und budenleer.

Ein Hauch von Zauber verbleibt noch durch den Weihnachtsbaum, den die Veranstalter am Samstag mit enttäuschten Minen aufgestellt haben. Michael Bettner, Norbert Saueressig und Mathias Giebken hatten den Job schnell erledigt, und Glühwein sowie herzhaftes Gebäck mit Lauch- oder Speckfüllung hellten die Mienen wieder etwas auf. Weitere Helfer aus dem Kreis der Vereinsgemeinschaft hatten die Leckereien beigesteuert.

Der Baum auf dem Dorfplatz wurde von der Familie Bach spendiert, aber nicht nur der: Zwei weitere Bäume kommen aus dem Bach’schen Wald, und diese hat die Pflegegemeinschaft Hausen-Arnsbach aufgestellt. Einer mitten in Hausen, Hauptstraße/Ecke Grundgasse, und ein weiterer in Arnsbach vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Beide werden beleuchtet, aber da die Tanne vor dem DGH auch gleichzeitig vor dem Kindergarten steht, hoffen die Baumaufsteller, dass die Mädchen und Jungen vielleicht wieder kreativ werden und dem Baum ein wenig Schmuck verpassen. Den anderen schmücken traditionell die Landfrauen.

Auf dem Weihnachtszauber-Markt werden auch traditionell die Hausen-Arnsbacher Kalender verkauft. Da dies diesmal nicht möglich ist, übernehmen die Herausgeber den Verkauf. Der Kalender ist unter anderem beim Vorsitzenden des Jugendfördervereins, Norbert Saueressig, zu bekommen. Er kostet 7 Euro. Neben dem Jugendförderverein tritt auch die Tischtennisabteilung der SG Hausen als Herausgeber auf. Es ist ein Wandkalender, 22 mal 48 Zentimeter, mit einem übersichtlichen Monatskalendarium.

Fantastische Fotografien

Zwölf fantastische Landschafts- und Naturfotografien von Horst Hermann begleiten durch das Jahr. Auch Werbung ist zu sehen, aber da es sich um einheimische Unternehmen oder Gewerbetreibende handelt, ist dies leicht zu verschmerzen. Im Gegenteil, ist es auch noch eine Art Service, und dank des Firmenengagements konnte der Kalender überhaupt finanziert werden. Der Fotograf hat technisch brillante Aufnahmen ausgewählt und überdies ein Auge für stimmungsvolle Motive. So ist für den März ein Waldweg zu sehen, der kurz vor dem Ausbruch des Frühlings ins Feld hinaus führt. Mehrere Himmel- und Wolkenbilder sind übers Jahr verteilt.

Der eine oder andere wird vielleicht sogar noch mehr von den Stillleben begeistert sein, etwa das durch seine Grafik bestechende Holzstapel-Bild für den Februar, die spritzenden Regentropfen auf einem Blechdach für den April, ein bemooster Baumfuß für den November und ein etwas rätselhaftes Winterbild für den Dezember.

Nicht zuletzt sind auch Insekten-Nahaufnahmen dabei. Eine insgesamt gelungene Mischung von Motiven und passenden Stimmungen, die das Jahr vielleicht etwas erträglicher machen, denn so, wie es aussieht, wird es noch lange nicht ohne coronabedingte Einschränkungen auskommen. Frank Saltenberger

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