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Viel Platz und viel Licht hat das Team des Neu-Anspacher Caritas-Ladens am neuen Standort: Martina Arndt (Einrichtungsleitung), Elke Hoever (Koordinatorin) sowie Christa Seils und Renate Ruoff (zwei der rund 20 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen).

Von Caritas und Taunusdiensten

Kleidung aus zweiter Hand: Secondhand-Kaufhaus in Neu-Anspach öffnet Ende November

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Der Caritasverband Hochtaunus und die Taunusdienste eröffnen in Neu-Anspach ein Secondhand-Kaufhaus - Ende November soll es losgehen.

Neu-Anspach. Nachhaltiger Konsum ist in aller Munde, und das Leitbild des Caritasverbandes Hochtaunus ist die Bewahrung von Gottes Schöpfung. Beides soll das neue Secondhand-Kaufhaus von Caritas und Taunusdienste vereinen. Es befindet sich in der Siemensstraße 21 - 23 (Gewerbegebiet Im Feldchen). Die Angebote sind für den kleinen Geldbeutel geeignet. Eröffnet wurde die rund 450 Quadratmeter große Halle für Secondhand-Kleidung am Montag als Pop-up-Store. Das heißt, zunächst erinnert das Kaufhaus eher an einen Lagerverkauf mit Kasse und Kleiderständern. Peu à peu sollen sich die Räume dann in ein richtiges Kaufhaus verwandeln.

Rund 30 Designstudenten der Hochschule Rhein-Main entwickeln Konzepte für die Inneneinrichtung, sagt Eugenie Riffel, Abteilungsleitung Kinder, Familien und Soziale Hilfen. »Sie werden die Themen ihres Studiums mit Nachhaltigkeit verbinden, um ein nachhaltiges Kauferlebnis anzubieten«, so Riffel. Der Startschuss sei schon gefallen, aus den besten drei Entwürfen wähle die Caritas dann den aus, der letztlich umgesetzt werden soll. »Spätestens im Mai ist große Neueröffnung.« Langfristiges Ziel sei es, dass das Kaufhaus der Ort im Hochtaunuskreis werde, den man ansteuere, um nachhaltig Waren zu spenden beziehungsweise zu tauschen, sagt Ludger Engelhardt-Zühlsdorff von der Geschäftsführung des Caritasverbandes Hochtaunus.

Der Einkaufsbereich für Secondhand-Kleidung befindet sich links, wenn man die Halle betritt. Es gibt nun auch Kleiderständer mit Herrenkleidung. Daneben viel Kinderkleidung, aber den größten Raum nehmen Mäntel, Blusen, Pullover, Handtaschen und Co. für Damen ein.

Ein Name für das Secondhand-Kaufhaus wird noch gesucht

Insgesamt ist die Halle 950 Quadratmeter groß, rund 600 belegt davon das Möbelzentrum der Taunusdienste. Die Neueröffnung findet am Samstag, 27. November, von 10 bis 16 Uhr statt. »Die Geburtsstunde soll für das Nachhaltigkeits-Kaufhaus 2022 sein«, sagt Kreisbeigeordnete Katrin Hechler (SPD). Sie warb dafür, dann auf jeden Fall wiederzukommen - vielleicht gibt es bis dahin auch schon einen Namen, »Taunus-Center« und »Taunus-Nachhaltigkeitscenter« seien Ideen, so Hechler. Bereits jetzt ist eine Verbesserung durch die großzügigen Flächen und die lichte Halle spürbar. Das findet etwa Christa Seils, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Caritas-Laden. Am Eröffnungstag ist sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Renate Ruoff in Beratung und Verkauf vor Ort. »Es ist hier viel angenehmer für uns und die Kunden, alle Kleidungsstücke hängen auf Bügeln, man sieht die Ware schneller, und vor allem haben wir mehr Platz für Bewegung und können viel mehr Kunden reinlassen«, sagt Seils. Die Koordination des Caritas-Ladens hat weiterhin Elke Hoever inne. Martina Arndt ist Einrichtungsleiterin und zuständig für den Caritas-Laden und die Beratungsdienste in Neu-Anspach.

Keine Fristen für den Auszug von Caritas und anderen Organisationen

Die Caritas hat die Bahnhofstraße 27 im Oktober verlassen, sukzessive müssen auch die anderen Organisationen beziehungsweise Vereine (zum Beispiel BUND Kreisverband und Freiwilligen-Agentur Usinger Land), die das Rathaus noch nutzen, ausziehen.

Denn es gibt einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, das Gebäude zu veräußern, sagt Dr. Nico Sturm, Leistungsbereichsleiter Familie, Sport und Kultur, bei der Neueröffnung. »Die Stadt ist mit allen Beteiligten im Gespräch, es werden keine Fristen gesetzt, sondern partnerschaftliche und gute Lösungen gesucht.« Im Falle der Caritas sei es sogar gelungen, eine Verbesserung hinzubekommen. Ein möglicher neuer Standort für die anderen Vereine könne das Jugendhaus in der Gustav-Heinemann-Straße 9 sein, das momentan noch als Corona-Schnelltestzentrum von der Glocken-Apotheke genutzt wird.

Das neue Kaufhaus hat Montag, Dienstag und Freitag, 10 bis 15 Uhr, Mittwoch, 10 bis 18 Uhr, Donnerstag, 15 bis 18 Uhr, und jeden zweiten Samstag im Monat, 10 bis 13 Uhr, geöffnet.

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