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Klimataugliche Alleebäume

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Mit vereinten Kräften haben die Mitglieder der Vogelschutzgruppe und Naunstädter Bürger zehn Bäume gepflanzt. © Andreas Romahn

Naunstadt (aro). Winterzeit ist Pflanzzeit. Die Vogel- und Naturschutzgruppe Grävenwiesbach pflanzte gemeinsam mit der Initiativgruppe Sportplatz Naunstadt auf dem Weg neben dem Rasenplatz Alleenbäume. An der sogenannten »Adventsbaumpflanzung« nahmen rund 20 Vereinsmitglieder und Naunstädter Bürger teil,die mit Hacke, Schippe und Spaten, sowie Schubkarre und Gießkanne zehn große Bäume und vier Büsche in die Erde brachten.

Die ökologische Eingrünung des Geländes war von Anfang an Teil der von der Initiativgruppe vorgeschlagenen Neugestaltung des Areals und wurde von Gemeindevorstand sowie Unterer Naturschutzbehörde genehmigt, und zwar unabhängig vom laufenden Verfahren der Errichtung eines Bebauungsplans für die Fläche »Alter Sportplatz«.

Ehrenamtliches Engagement

Morgens um 9.30 Uhr starteten die fleißigen Helfer in kleinen Gruppen, um die von einer Baumschule aus Norddeutschland stammenden Ballenpflanzen einzusetzen. Tags zuvor hatte Ullrich Born mit dem von Kai Scholler zur Verfügung gestellten Bagger die Löcher ausgehoben. Die Firma von Johannes Budig steuerte den Mutterboden bei und es stand ein 1 000-Liter-Wasserwagen zur Bewässerung zur Verfügung. Kiefer, Elsbeere, Speierling, Baumhasel, sowie drei verschiedene Lindensorten gehörten zu den extra ausgewählten, klimatauglichen Baumsorten, die robust sind und auch bei Trockenheit gutes Wachstum versprechen. Mit der Beigabe von Hornspänen als Stickstoffdünger wurden die Bäume zusätzlich versorgt, damit sie im Frühjahr gut angehen. Dann soll die Böschung rund um den gepflanzten Bereich noch mit Blühsamen sowie gesteckten Krokussen bereichert werden. Besonders erfreut ist die Initiativgruppe über das Sponsoring durch Naunstädter und Grävenwiesbacher Unternehmer. Sie haben bis jetzt mit Spenden in Höhe von 2 550 Euro einen großen Teil der pro Stück 300 Euro teuren Bäume finanziert und den Etat der Gemeinde entlastet. Wer sich noch beteiligen möchte, kann dies immer noch tun. Nach dreieinhalb Stunden Arbeit waren die Alleebäume und Büsche in der Erde, hatten sich die Helfer die Verpflegung mit Schmalzbroten, Tee und Kinderpunsch redlich verdient. Und es gab noch reichlich Gelegenheit zu Fachgesprächen und Vernetzung.

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