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Auf dem Friedhof berät der Ortsbeirat mit dem Friedhofsamt über die Gestaltung der Fläche für das halbanonyme Grabfeld.

Letzte Ruhe unter Esskastanien

Grävenwiesbach (aro). Die künftige Gestaltung des Grävenwiesbacher Friedhofes, insbesondere die Neuerrichtung des halbanonymen Grabfeldes, war zentrales Thema auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates am Donnerstag im Bürgerhaus. Am Ende blieb jedoch die entscheidende Frage der Zuwegung offen, weil die vier anwesenden Ortsbeiratsmitglieder keine Mehrheitsentscheidung trafen.

Der Gemeindevorstand hatte alle Ortsbeirate um ein Votum gebeten, ob bei einer notwendigen Zuwegung die Errichtung durch Pflasterung oder durch wassergebundene Fläche erfolgen soll.

Hierzu hatte sich das Gremium bei einem Ortstermin auf dem Friedhof selbst ein Bild gemacht. Vor Ort informierte Bauamtsvertreterin Beilu Chi darüber hinaus über den Standort des halbanonymen Grabfeldes sowie den langfristigen Plan zur Errichtung eines barrierefreien Friedhofs. Eine besondere Herausforderung ist das Gefälle von circa 20 bis 25 Prozent. Aufgrund der besonderen Topografie der letzten Ruhestätte plädierten Ortsvorsteher Frank Reisser (FWG) und sein Stellvertreter Justin Horn (CDU) für eine Pflasterung mit grauen Betonsteinen. Demgegenüber sprach sich Christian Tramnitz aus Gründen minimierter Versiegelung für die wassergebundene Fläche aus. Dem schloss sich Reiner Bettner (FWG) aus Kostengründen an (»Die Pflasterung ist um ein vielfaches teurer«). Angesichts Stimmengleichheit wurde die Entscheidung letztendlich an den Gemeindevorstand zurückgegeben. Eine Ausgestaltung des halbanonymen Grabfeldes durch Bepflanzung mit Esskastanien soll 2022 erfolgen.

Einstimmig votierte der Ortsbeirat für die Errichtung eines Grillplatzes mit Sanitär- sowie Stromanschluss und schlägt als Standort den Platz hinter der Lehmkauthalle vor. Wie berichtet, wurde bereits bei einem Ortstermin über den ursprünglichen Vorschlag von Gemeindevertreterin Daniela Sorg-Meghawry beraten. Ebenfalls einmütig wurde der Gemeindevorstand um Prüfung von Lärm reduzierenden Maßnahmen auf der B 456 am Ortsausgang nach Weilburg gebeten. Gleiches gilt für eine bessere Einhaltung von Tempo 30 km/h auf dem Mönchweg durch Versetzung des Geschwindigkeits-Messgerätes.

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