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Michelbach träumt von einer Sportanlage

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Ortsvorsteher Stefan Göldner, Dominic Anné sowie Bianca Fischer (von rechts) wünschen sich diese Multisportanlage in Michelbach. © Red

Politiker im Ortsbeirats des Usinger Stadtteiles Michelbach haben Pläne für einen Multifunktionsplatz entwickelt und vermissen die Unterstützung seitens der Verwaltung. Bleibt es beim Traum?

Michelbach (msc). Es dauerte am Donnerstag etwas länger, bis der Ortsbeirat alle wichtigen Punkte durchgearbeitet hatte. Vor allem möchten Ortsvorsteher Stefan Göldner, Dominic Anné (beide parteilos) sowie Bianca Fischer (CDU) einen Multifunktionsplatz für das Dorf umsetzen und die Mittel dafür im Haushalt 2022 eingestellt wissen.

»Wir machen uns darüber so viele Gedanken, warum kommt da keiner von der Stadt und unterstützt uns dabei?«, fragte Stefan Göldner. Zudem bietet er jede Menge Eigenleistung an. Um dieses Herzensprojekt nicht zu gefährden, hält sich der Ortsbeirat mit weiteren Anträgen weitgehend zurück. Dabei steht ja auch die Neugestaltung des Areals am Bürgerhaus an. Der Ortsvorsteher könnte sich den Brunnen, der in der Hubertusstraße steht, sehr gut vor dem Bürgerhaus vorstellen.

Der einzige Gast des Abends, Wolfgang Moses, sah das anders. Er meinte, eine Versetzung des Brunnens würde sicherlich so manchem Michelbacher nicht gefallen. Die Antwort aus dem Rathaus fällt ebenfalls negativ aus: nicht möglich. Göldner konnte es nicht fassen und vermisste die Begründung, um die der Ortsbeirat nun bittet. »Das Wasser fließt doch gleich am Bürgerhaus vorbei«, zeigte sich Göldner sicher, dass eine Installierung des Brunnens kein Problem darstelle. Dominic Anné brachte den zweiten Brunnen des Dorfes ins Gespräch, den am Spielplatz. Er schlug vor, dort einen Schwengel anzubringen, damit die Kinder Wasser pumpen und im Matsch spielen können.

Ein weiteres wichtiges Thema sind fehlende Parkflächen, für die sich der Ortsbeirat einsetzt. Dabei gehe es nicht um Aktionismus, betonte Stefan Göldner. Es habe Streit gegeben, der Ortsbeirat habe versucht, mit möglichen neuen Parkflächen Ruhe für die betroffenen Bürger zu schaffen, was wiederum anderen nicht passte. Wie beispielsweise dem Landwirt, der anmerkte, im Falle eines neuen Parkplatzes nicht mehr durchzukommen. Der Ortsbeirat beantragte dennoch eine Pflasterung in der Hubertusstraße sowie einen Grünstreifen und eine Parkmarkierung.

Tempo 30 in Michelbach erwünscht

Bei der Ortsbefahrung im Juli waren einige Mängel zutage getreten. Die Heizungsanlage des DGHs war begutachtet worden. Man hatte festgestellt, dass es nichts für Kinder und Jugendliche im Ort gibt. Abhilfe schaffen könnte eventuell die Nutzbarmachung der Wohnung im Bürgerhaus, schlug Bianca Fischer vor.

Weitere ausgemachte Mängel: Die Treppe zum Bürgerhaus zeigt Putzschäden. Und es wird Tempo 30 im Ort gewünscht. Zwar könne die Tempobegrenzung noch nicht eingeführt werden, aber zumindest sollen warnende Schilder mit Kindern darauf zeitnah aufgestellt werden, teilte der Ortsvorsteher mit.

Dass wenige bis gar keine Bürger an den Ortsbeiratssitzungen teilnehmen und ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen, fiel den Ortsbeiratsmitgliedern auf. Daher schlug Dominic Anné vor, vor dem Bürgerhaus einen digitalen Schaukasten zu installieren. Eine gute Idee, findet der Ortsvorsteher. Nur müsse der dann auch immer aktuell gehalten werden.

Ärger hatte es vor vier Wochen mit der Vermietung der Grillhütte gegeben. Nach Streitigkeiten seien Dorfbewohner bedroht worden. Der Ortsvorsteher will aus dieser Erfahrung heraus für künftige Vermietungen ein Übergabeprotokoll erstellen.

Ein Problem stelle auch die Ortseinfahrt aus Richtung Bodenrod dar, erinnerte Moses. Denn durch die gegenüber den Reihenhäusern geparkten Autos sei die Sicht auf den Gegenverkehr stark beeinträchtigt, weswegen manch einer über den Gehweg fahre. Das führe zu gefährlichen Situationen. Bianca Fischer meinte, mit einem Blumenkübel lasse sich das Problem beheben.

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