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Corona-Test im Schulalltag sind für Schüler und Lehrkäfte gleichermaßen lästig und kosten Zeit. Die wirklichen Probleme beginnen aber, wenn ein Test positiv ausfällt...

Mit Routine ins Klassenzimmer

Waren die heimischen Schulen auf den Start des Unterrichts vorbereitet? Wie fällt die Bilanz in der ersten Schulwoche aus? Aber: Lässt sich die Schule in den Zeiten von Omikron überhaupt noch verlässlich planen? Oder stellt schon morgen ein neuer Erlass aus dem Kultusministerium wieder alles auf den Kopf? Zunächst einmal heißt es auch angesichts der neuen Virusvariante:

Alles beim Alten.

Hochtaunuskreis . Die Omikron-Variante des Covid 19-Virus ist allgegenwärtig. Unsere Zeitung fragte in den Schulen des Hintertaunus nach, ob im Schulalltag Änderungen eingeführt wurden, was Unterricht oder die Pausen angeht.

An der Helmut-Schmidt-Schule in Usingen ist derzeit »Alles beim Alten«, so die Auskunft. Es herrscht die Maskenpflicht für alle, Lehrer und Schüler. Der Mindestabstand muss eingehalten werden und nur in den sogenannten Maskenpausen dürfen die Schüler diese abziehen. »Die Kinder können dann mal auf dem Pausenhof durchschnaufen und laufen eine Runde um den Block«, heißt es seitens der Schule.

Wenn der Test positiv ausfällt...

An der Saalburg-Schule wird das bekannte Hygienekonzept durchgehalten, das die Schule aufgestellt hat. Es wird regelmäßig getestet und es halten sich alle an die Abstandsregelungen. Für alles gerüstet also? Schulleiterin Heike Weber schildert den Fall einer Schülerin, die positiv getestet wurde, weswegen sich ein verpflichtender PCR-Test anstand. »Der aber konnte nicht in Usingen gemacht werden, sondern die Schülerin sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bad Homburg ins Krankenhaus fahren«, ist sie immer noch ziemlich empört. Das sei nicht nur für die Schülerin, sondern auch für ihr Umfeld eine ziemliche Last gewesen. Deshalb muss ihrer Meinung nach hier dringend nachgebessert werden. »Vielleicht kann das die Stadt organisieren oder eine Arztpraxis anbieten«, so ihre Überlegungen.

An der Christian-Wirth-Schule, so Schulleiter Hans-Konrad Sohn, sind die Zahlen der positiv Getesteten deutlich nach oben gegangen. Um so strikter würden auch die bisherigen Regelungen eingehalten. Die Schule hoffe auf Stabilität, aber es könne natürlich sein, dass sich der Alltag für die Schulgemeinde ändere und es beispielsweise wieder zu Schulschließungen kommen könne. Dies habe aber die Schule nicht selbst zu entscheiden, sondern werde in Abstimmung mit anderen Ansprechpartnern wie dem Gesundheitsamt bestimmt.

Bislang keine Auswirkungen der Omikron-Variante auf den Unterricht beobachtet die Leiterin der Grundschule Am Sommerberg in Riedelbach, Kathrin Schnalle. »Ich hatte die Elternschaft vom Sommerberg am Ende der Weihnachtsferien gebeten, vorsichtshalber im Vorfeld des Schulbeginns einen Bürgertest zu machen. Dieser Bitte sind dankenswerter Weise sehr viele nachgekommen. Daher hatten wir einen den Umständen entsprechend ruhigen Schulstart«, berichtet sie.

Besorgter Blick auf die Zahlen

Nun würden die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen, die die Schule bereits vor den Weihnachtsferien getroffen habe - drei mal Testen in der Woche, Maskenpflicht auf dem Schulgelände und auch im Klassenraum - würden unverändert fortgeführt. »Wir schauen selbstverständlich mit Sorge auf die massiv steigenden Infektionszahlen, hoffen aber, dass wir weiterhin mit den getroffenen Maßnahmen die größtmögliche Sicherheit gewährleisten können«, so Kathrin Schnalle.

»Wir haben keine Erkrankungen und wollen deshalb auch keine Stellung beziehen«, heißt es von der Astrid-Lindgren-Grundschule. Hier halte man sich an die Vorgaben aus dem Kultusministerium.

An der Limesgrundschule in Wehrheim wird regelmäßig getestet und es gilt die Maskenpflicht auch am Platz und dem Schulgebäude. Gleiches gilt auch für die Grundschulen Wiesenau und Am Hasenberg in der Kleeblattstadt Neu-Anspach, an der Jürgen-Schumann Grundschule in Arnoldshain hund an der Grundschule im Weiltal in Rod an der Weil. .Dreimal in der Woche wird getestet. In den Pausen können sich die Schüler auch ohne Maske bewegen; dabei wird auf die Einhaltung der Abstandsregelungen geachtet.

Die Adolf-Reichwein-Schule in Neu-Anspach ist ebenfalls mit den Regeln des Kultusministeriums vertraut und setzt diese um. Man sei entsprechend vorsichtig, so die Schulleitung. Falls sich Veränderungen ergeben, so werde die Schule diese selbstverständlich umzusetzen wissen.

Die Grundschule in Grävenwiesbach, landesweit Vorreiterin in Sachen Fernunterricht, hat ebenfalls keine Veränderungen seit den jüngsten Vorgaben vorgenommen. Testen, Masken, Abstand - so hier der Dreiklang, den sich Lehrer und Schüler gleichermaßen verinnerlicht haben.

Tests sind stressig, aber notwendig

An der Max-Ernst-Schule in Riedelbach ist ebenfalls keine Änderung im Schulalltag nötig gewesen. Es sei stressig, aber die Vorgaben aus dem Kultusministerium würden eingehalten mit Maskenpflicht, Testen und Abstand halten, so Schulleiterin Ramona Ondrovic. Zum Glück sei man bislang nicht allzu schwer von der Pandemie betroffen gewesen, »aber wir sind natürlich auch keine Insel der Glückseligkeit.«

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