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Die »40« auf dem Käsekuchen bringt es auf den Punkt: Helga Ohlert-Wald (Mitte) ist seit 40 Jahren im Öffentlichen Dienst. Bürgermeister Thomas Pauli und Kita-Leiterin Romina Schütz würdigen ihre Verdienste.

40 Jahre von Kindern umgeben

Neu-Anspach (fms). Wenn Bürgermeister Thomas Pauli (SPD) Käsekuchen mitbringt, dann gibt es etwas zu feiern. Außerdem hatte er Urkunde, Blumen und einen Umschlag im Gepäck, als er am Dienstagvormittag in der städtischen Kita Rasselbande eintraf. Der Besuch war angekündigt, und die aus Mandarinen in den Kuchen eingelegte Zahl »40« brachte den Grund auf den Punkt:

Erzieherin Helga Ohlert-Wald arbeitet seit 40 Jahren im öffentlichen Dienst, und das stand zu Ehrung an. Seit 24 Jahren arbeitet sie für die Stadt Neu-Anspach, wo die Familie seit 1996 auch wohnt. Vorher hatte sie in Bonn und Köln gearbeitet und ihre ersten Berufserfahrungen in Bad Münstereifel erworben. Dort wurde Ohlert-Wald 1958 geboren, als ein von Kindern geprägtes Arbeitsleben vor ihr lag. Die dazu grundlegende Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin absolvierte sie 1974 bis 1978.

Ständige Weiterbildung

Aber Ohlert-Walds Wirken war stets von Weiterbildung getrieben. So ergänzte sie ihren erlernten Beruf durch eine Ausbildung zur Staatlich anerkannten Heilpädagogin, ließ sich zur Beratungserzieherin weiterbilden, zur Entspannungspädagogin und erwarb zuletzt eine Qualifizierung in der Sprachförderung. Als Beratungserzieherin oblag ihr die Einbeziehung der Eltern in die pädagogische Arbeit, und die Kompetenzen als Entspannungspädagogin erweisen sich gerade heute in einer reizüberfluteten Welt von großem Wert. Den Aktionspegel der Kinder im Turnraum durch gezielte Übungen herunterzudrehen waren Teil ihre Alltagsarbeit.

Ebenso ein vielfältiges Spektrum an Aufgaben, so die pädagogische Vor- und Nachbereitung von Projekten, die Anleitung von Praktikanten, die Dokumentation ihrer Arbeit und immer wieder die individuelle Unterstützung von Kindern und Eltern. In der Hausener Rappelkiste war sie zehn Jahre im Einsatz, teilweise auch mit Leitungsfunktion. Seit 2009 ist sie im Team der Rasselbande tätig, eine städtische Kita mit rund 100 Betreuungsplätzen unter der Leitung von Romina Schütz. Der Bürgermeister überbrachte auch die Glückwünsche der Personalvertretung, denn eine Delegation aus Amtsleitung und Personalvertretung konnte er aus bekannten Gründen nicht mitbringen.

Nach 40 Jahren im öffentlichen Dienst und 45 Arbeitsjahren sieht Ohlert-Wald schon bald dem Ruhestand entgegen. Die Kita Rasselbande verfügt über rund 100 Betreuungsplätze und bietet ein breites pädagogisches Spektrum.

Differenziertes Betreuungsteam

Das Angebot verteilt sich auf zwei Gruppen mit je 25 Kindern im Vorschulalter, zwei Kleinkindgruppen mit je 12 Kindern im Alter von eins bis drei Jahren sowie eine Waldgruppe mit 25 Kindern.

Diesen gegenüber steht ein ebenso differenziertes Team aus einer Fachwirtin in der Leitung, einer Kindheitspädagogin, elf Erzieherinnen mit staatlicher Anerkennung, zwei unterstützenden Kräften, einer Einjahrespraktikantin in der Ausbildung zur Sozialassistentin und einer weiteren Praktikantin im Sozialabitur. Eine Hauswirtschafterin kocht täglich frisch für ihre Schützlinge. Alle arbeiten orientiert am hessischen Bildungs- und Erziehungsplan nach teiloffenem Konzept.

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