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Hier rollen demnächst die Baumaschinen an. Die Erschließung des Gewerbegebiets mit dem Edeka-Markt beginnt.

Baustart für Gewerbegebiet

Neu-Anspach (nni). In diesem Frühjahr werden das neue Gewerbegebiet »In der Us« und das Grundstück des Nahversorgers Edeka zwischen dem Stabelsteiner Weg in Anspach und Westerfeld erschlossen. Bebaut wird das Gelände direkt neben der Landesstraße.

Der neue Edeka-Markt wird 9000 Quadratmeter groß sein, die Verkaufsfläche soll 1194 Quadratmeter umfassen, so Alexander Stiel, der für Neu-Anspach zuständige Gebietsexpansionsleiter von Edeka Südwest. Für Autofahrer sollen 137 Parkplätze zur Verfügung stehen. Den neuen Supermarkt wird Jens Kauffmann betreiben. Im Moment ist er noch der Betreiber der Filiale in der Rudolf-Diesel-Straße. Ihm obliegt dann auch die Gestaltung des Marktes. »Es handelt sich um einen klassischen Edeka mit 25 000 bis 30 000 Artikeln«, so Stiel.

Vorkaufsrecht für Jäger und Höser

Auf der übrigen, rund 6500 Quadratmeter großen Fläche ist Platz für weitere Firmen. Hier hat das Baustoffunternehmen Jäger und Höser Vorkaufsrecht. »Ob sie es auch ziehen, ist die Frage«, sagt Bürgermeister Thomas Pauli (SPD). Der Kaufpreis werde in den nächsten Monaten errechnet und sei abhängig von der Höhe der Kosten, die der Stadt durch die Erschließung des Gewerbegebietes entstünden. Das Unternehmen Jäger und Höser hat sein Haupthaus im Moment noch in der Philipp-Reis-Straße.

Voraussetzung: Kein Bodenfrost

Der Nahversorger beginnt bald mit seinen Bauarbeiten. »Edeka wird, sofern es die Witterung zulässt - das ist ganz wichtig - im Februar mit der Geländeherstellung beginnen«, informiert Pauli. Und voraussichtlich Ende April/Anfang Mai wird mit der Erschließung des weiteren Gewerbegebietes begonnen. Auch hier ist Voraussetzung, dass kein Bodenfrost mehr herrscht.

Die Vergabegespräche mit den potenziellen Baufirmen führt die Stadt laut Verwaltungschef in dieser Woche. Danach müssen noch die Stadtverordneten zustimmen, wovon aber, so Pauli, auszugehen ist. Der Stadt liegen Angebote von drei Firmen vor, alle, die sich beworben haben, kenne man, so Markus Wolf, Leiter Fachbereich Technische Dienste und Landschaft bei der Stadt. Es werde eine Baufirma ausgewählt, die dann die komplette Erschließung übernehmen werde. Die Verkehrsführung bleibt auch nach dem Beginn der Bauarbeiten zwischen dem Stabelsteiner Weg und Westerfeld so, wie sie jetzt ist, sagt Wolf über die Planung. »Ob zu Beginn eine Umleitung benötigt wird, entscheidet der Auftragnehmer.«

Abbiegespur von Landesstraße

Das neue Gewerbegebiet plus Nahversorger wird über eine Abbiegespur erreichbar sein. »Von der Landestraße 3270 zum künftigen Gewerbegebiet wird eine Linksabbiegerspur aus Richtung Westerfeld eingerichtet«, sagt Andreas Mehring, der bei Hessen Mobil für das Sachgebiet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. »Dies erfolgt auf Basis der Richtlinien für die Anlage von Landesstraßen. Diese legen den Rahmen für den Um- und Ausbau von Landesstraßen fest und sind verbindlich umzusetzen.«

Vor dem Beginn eines so großen Bauprojekts müssen sogenannte CEF-Maßnahmen umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung der ökologischen Funktion. Edeka gehört eine Fläche von 12 800 Quadratmetern, 3500 Quadratmeter sind Ausgleichsfläche, sagt Alexander Stiel, »da dürfen wir nichts machen«.

Zum Ausgleich eine Feuchtwiese

Auf der Ausgleichsfläche entsteht eine Feuchtwiese. Es wurden seltene regionale Blumen eingesät und ausreichend Nistkästen für Fledermäuse und Vögel, die in diesem Gebiet leben, aufgehängt, so Stiel.

Der neue Edeka befindet sich nicht weit entfernt von der Usa. Damit an dieser Stelle das Wasser abfließt, befanden sich Drainagerohre auf dem Gelände. Auch diese seien im Zuge der Anlage einer Feuchtwiese entfernt worden, sagt der Edeka-Mitarbeiter.

Übrigens: Der Zufall will es, dass die Grenze zwischen zwei der sieben Regionalgesellschaften des Lebensmitteleinzelhändlers zwischen Usingen (Edeka Hessenring) und Neu-Anspach (Edeka Südwest) verläuft.

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