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Wie Weihnachten: Alexander Wolf, Schulleiter Dirk Schulz und Alexander Meißner, Nick Fischer, Eddy Landes und Fill Kühne (von links), die zum Junior-Team der ARS-Technik-AG gehören.

Das fehlende Puzzleteil

Neu-Anspach (nni). Erik Walker, einer der Geschäftsführer der Wehrheimer Eventagentur Wirkung Live GmbH (ehemals Eventpanther), war einmal Schüler in der Technik-AG der Adolf-Reichwein-Schule (ARS). Das berichtet AG-Leiter und stellvertretender Schulleiter Michael Stanzel nicht ohne Stolz. Heute ist das Unternehmen Kooperationspartner der Schule und unterstützt die Technik-AG.

Die vier Siebtklässler Alexander, Nick, Eddy und Fill bilden das Juniorteam, haben in diesem Jahr erst angefangen und schon viel gelernt. Der Vorsitzende des Fördervereins der ARS, Alexander Wolf, hatte jüngst eine Art vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für die Technik-AG parat. Ein Sennheiser Funkmikrofon mit Handsender im Wert von rund 470 Euro von einer anonymen Spenderfamilie aus dem Kreis des Fördervereins. Die Technik-AG habe schon vier Stecker für Funkmikrofone, aber nur drei dazugehörige Mikros, sagte Stanzel. »Jetzt ist das fehlende Puzzleteil da, auf das wir lange gewartet haben.«

Die AG-Teilnehmer - insgesamt gehören 14 Jungs und ein Mädchen der AG an - lernen den Umgang mit Mischpulten sowie das Einstellen von Licht- und Tontechnik für Veranstaltungen. »Sie sind in der Lage, Veranstaltungen alleine zu fahren«, so Stanzel. Die vier vom Juniorteam haben schon Veranstaltungen der Schülervertretung und der Abiturienten betreut. »Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Schüler selbstständig einarbeiten und wie schnell sie auch mir helfen können, wenn es mal klemmt«, sagte Schulleiter Dirk Schulz bei der Spendenübergabe.

Schulbudget reicht oft nicht aus

Der Förderverein setze dort an, wo staatliche Mittel begrenzt sind und Projekte mit dem normalen Schulbudget nicht voll finanziert werden könnten, erklärte Wolf. Man setze sich dafür ein, dass den Schülern Lernangebote und Anregungen gegeben werden, die über den Standard hinausgingen, so Wolf. »Pro Jahr gibt es zwischen zehn und zwanzig Förderanträge - darunter auch eine Reihe von Dauerbeschlüssen«, so Wolf. Zu den dauerhaften Einrichtungen zählen die Ehrungen der Abiturienten sowie Haupt- und Realschüler, aber auch ehemaliger Lehrer, bei denen Rosen oder Buchgutscheine überreicht werden. Gerade erst wurde Michael Ludwig mit dem Buchgutschein bedacht. Er geht in Pension und verlässt den Förderverein daher nach 34 Jahren Mitgliedschaft, berichtete Wolf. Ebenfalls ermöglicht der Verein dauerhaft das Homologie Theater/Schülerkabarett des Fachbereichs Religion, die Weihnachtslesung, den Vorlesewettbewerb sowie Lesungen in der Bibliothek, so Wolf.

Der Verein erhält viel Unterstützung und auch der jetzt noch fünfköpfige Vorstand wird ab Januar verstärkt. Doch der Unterstützungsbedarf bleibt groß. Wolf appellierte daher an die Eltern, die noch keine Mitglieder im Förderverein sind, »baldmöglichst einen ausgefüllten und unterschriebenen Mitgliedsantrag abzugeben«.

Auch Firmen sind eingeladen

Und auch Unternehmen und Gewerbetreibende dürften sich gerne finanziell einbringen. »Wir möchten intensiver mit Firmen zusammenarbeiten, als Förderverein dürfen wir auch Förder-Quittungen ausstellen«, sagte Wolf. In diesem Jahr habe zum Beispiel die Taunussparkasse die Ersatzbeschaffung von drei AltSaxofonen für die Bläserklassen im Wert von einigen Tausend Euro mit finanziert. Betriebe jeder Größe hätten mit einer Firmenmitgliedschaft oder einer sachbezogenen Einzelspende die Möglichkeit, »sinnstiftende Akzente im Schulbetrieb zu finanzieren und dafür eine Spendenbescheinigung zu erhalten«.

Musical fällt Corona zum Opfer

Ein großes Projekt, das mit einigen Tausend Euro vorfinanziert wird, aber in der Pandemie nicht möglich ist, sind die aufwendigen Musical-Produktionen, zuletzt war das »Ab nach New York« (2015). Daran wirken unter anderem die Schulband und der Fachbereich Kunst (Kulissen), die Technik AG und viele andere mit.

Zu erreichen ist der Förderverein der ARS unter ars-hochtaunus.de. Dort gibt es auch einen Imagefilm, in dem sich der Förderverein vorstellt.

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