Lob und Auftrag

Neu-Anspach (red). Ein Lob an die politischen Verantwortlichen, aber auch ein klarer Auftrag, die Belange der älteren Menschen nicht zu vergessen - das sind die zentralen Botschaften des Neu-Anspacher Seniorenbeirats. Dabei bieten die Mitglieder ihre Expertise an.

»Neben der Bundestagswahl im September hatten wir am 14. März. die Möglichkeit, die politischen Geschicke unserer Stadt in der Kommunalwahl zu entscheiden«, erinnert Pressewart Harry Euler. Ebenfalls neu gewählt worden seien elf Mitglieder des Seniorenbeirates. Es habe sich ein leistungsstarkes Team gebildet, das die bisherigen ehrenamtlichen Tätigkeiten fortführe und neue Aktivitäten für alle Menschen über 60 Jahren initiiert habe.

»Was vermittelt mir den Optimismus, dass wir als Gesellschaft es schaffen werden, unseren Staat wieder leistungsfähiger und schneller zu gestalten? Es ist das Engagement der vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in den Parteien, Vereinen und anderen Organisationen. Beispielhaft sei hier Heinz Bethmann erwähnt, der von der Stadtverordnetenversammlung im Dezember zum Ehrenvorsitzenden des Seniorenbeirates gewählt wurde«, schreibt Euler.

Darüber hinaus habe die Stadtverordnetenversammlung mit großer Mehrheit einen Haushaltsplan beschlossen, der die Konsolidierung der Finanzlage der Stadt zum Ziel habe. »Erfreulich war, dass alle in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Parteien sich diesem Ziel endlich kooperativ nähern wollen. Bei aller Konzentration auf diese seit geraumer Zeit drängende Aufgabe, vermissen wir allerdings in allen Redebeiträgen jedweden Bezug auf die Herausforderungen des demografischen Wandels, der ebenso wenig wie die Pandemie und der Klimawandel einen Bogen um Neu-Anspach machen wird«, schreibt Euler.

Angebote für Ältere wichtig

Gerade in dieser Zeit des raschen und deutlichen Wandels der Altersstrukturen sei das Teilhabeangebot auch für Ältere besonders wichtig. Die Kommune brauche gestärkte Kompetenz, aber es müssten auch die finanziellen Mittel dafür berücksichtigt werden.

Der Lebensradius verkleinere sich deutlich mit dem zunehmenden Alter. So sei die Lebensqualität der älteren Menschen in hohem Maße von den Lebensbedingungen im Wohnbereich abhängig. Die Kommune sei daher in besonderer Weise gefordert, ihre Angebote weiterzuentwickeln und dabei an heterogener werdende Lebenswelten und Lebenslagen anzupassen.

Natürlich unterstütze auch der Seniorenbeirat das Nachhaltigkeitsgebot. Er setzte sich aktiv für eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung der gesamten Bevölkerung ein. »Unsere langjährigen beruflichen Erfahrungen bringen wir ein, wenn es darum geht, vernünftige, wissenschaftsorientierte, aber auch gesellschaftlich verträgliche Maßnahmen zu ergreifen«, so Euler.

Der Seniorenbeirat wirbt dafür, dass 2022 in Neu-Anspach und der Region nachhaltige Maßnahmen für die Verbesserung der Pflegesituation, Wohnformen im Alter und eine Verbesserung des Mobilitätsangebotes für ältere Menschen und Menschen mit Handicap ergriffen werden und bietet seine tatkräftige Unterstützung an.

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