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Eine Wanderwoche im Hochschwarzwald haben 20 Teilnehmer des Taunusklubs Neu-Anspach im vergangenen September verbracht. Unter anderem ging es auf dem Feldbergsteig durch eines der schönsten Naturschutzgebiete Deutschlands hinauf bis zum Gipfel, auf dem der Feldbergturm steht. In diesem Jahr geht es nach Hippach im Zillertal.

Verhalten optimistisch

Neu-Anspach (nni). Kräppelkaffee, Oktoberfest oder Themenabend, all diese Veranstaltungen, die besonders bei den älteren Mitgliedern beliebt sind, mussten 2021 ausfallen. Doch für das neue Jahr ist der Taunusklub Neu-Anspach optimistisch und hat Kräppelkaffee und Co. in seinen Wanderplan aufgenommen. Doch bei der Neujahrswanderungen am kommenden Sonntag, 9.

Januar, muss das traditionelle Heringsessen im Wanderheim ausfallen, sagt Harald Hübner, zweiter Vorsitzender und Pressewart. Zur großen Neujahrswanderung treffen sich die Teilnehmer um 10 Uhr in der Breitestraße an der Volksbank in Neu-Anspach. Die kleine Nachmittagswanderung startet ebenda. Anmeldung und weitere Infos zu beiden Touren gibt es im Internet unter der Adresse www.taunusklub-neu-anspach.de.

Und auch noch im Januar, am 23., will der Taunusklub den verschobenen Themenabend »Brandschutz/Feuerschutzwesen« mit Stadtbrandinspektor Thomas Schaub inklusive Feuerlöscher-Training nachholen. Er beginnt um 15 Uhr im Vereinsheim. Für das leibliche Wohl im Wanderheim ist gesorgt. Hier gilt bis auf Weiteres die 2G-Regel.

Deutliches Plus an Mitgliedern

Insgesamt fällt die Bilanz für das eben zu Ende gegangene Jahr nicht nur schlecht aus. Im Gegenteil gehört der Taunusklub zu den wenigen Vereinen, die in den beiden zurückliegenden Corona-Jahren neue Mitglieder gewonnen haben. »Es sind mehr neue Mitglieder eingetreten als verstorben sind«, sagt Hübner. Daran wird deutlich, dass der Taunusklub auch sehr viele ältere Mitglieder hat, denn um aktive Austritte handelt es sich in den allerseltensten Fällen, sondern um Verstorbene. »Zwei Damen trainieren für eine Alpenüberquerung und sind dann bei uns eingetreten«, sagt Hübner zur Bandbreite der neuen Mitglieder. Dass viele Wanderer auch sportlich ambitioniert sind, wird daran deutlich, dass 16 Tauniden im vergangenen Jahr die deutsche Wandernadel bekommen haben. Dafür müssen sie 200 Wanderkilometer im Jahr absolvieren. »Es sind weniger als sonst, aber es gibt einige, die dem Corona-Jahr trotzen«, sagt Hübner. Die Neujahrswanderungen zählen auch für den Erwerb der Neu-Anspacher Wandernadel. Die gelaufenen Kilometer werden dann im Wander-Fitness-Pass eingetragen und abgestempelt. Dieser Pass ist das nötige Dokument für die Wandernadel-Kandidaten. Bis zu 20 individuell gelaufene Kilometer im Monat erkenne der Wanderverband auch ohne Stempel an. Denn nicht nur die geselligen Termine mussten im vergangenen Jahr ausfallen, sondern auch viele Wanderungen, sagt Hübner. Da war also Eigeninitiative gefragt.

Soziale Kontakte fehlen enorm

Auch dem Taunusklub fehlen durch Corona die Einnahmen. »Durch Veranstaltungen haben wir immer ein bisschen was eingenommen, davon lebt der Verein, und auch das Wanderheim können wir nicht zum Beispiel für Geburtstage vermieten«, berichtet Hübner. Vermietet werde übrigens erst an Personen ab 18 Jahren, mit jüngeren Gruppen habe der Verein schlechte Erfahrungen gemacht. »Das fehlt uns auch und macht sich finanziell schon bemerkbar.«

Denn die Unterhaltungskosten für das Wanderheim laufen ja weiter. »Vor nicht allzu langer Zeit haben wir eine neue Heizung eingebaut, die Zufahrt wurde gemacht, und die Spülmaschine muss repariert werden«, sagt Hübner. Doch schwerer als die fehlenden Einnahme wiege das Kontaktverbot. »Es geht ja nicht nur darum, ob man etwas unternimmt, sondern auch darum, sich zu unterhalten, die sozialen Bindungen gehen verloren«, bedauert Hübner.

Ein Angebot, das soziale Bindungen stärken kann, war die Wanderwoche, die diesmal in den Hochschwarzwald führte. Doch das Wanderheim ist weiterhin nicht im Einklang mit den Corona-Hygienevorgaben zu nutzen. Theoretisch bietet es Platz für 70 bis 80 Personen (Sitzplätze), jetzt könne man maximal rund 10 bis 15 Leute reinlassen. »Wir haben uns Pläne überlegt, wie man die 1,5 Meter Abstand einhalten könnte, aber wir kommen auf keinen grünen Zweig.«

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