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Im Gewerbegebiet in Hausen-Arnsbach soll die Kletterhalle entstehen, hier ein Gebäudeschnitt.

DAV-Sektion Hochtaunus

Zuschuss vom Land übergeben, Baugenehmigung erteilt: Bau der Kletterhalle in Neu-Anspach in den Startlöchern

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Neu-Anspach. Es ist ein Projekt in Neu-Anspach mit Strahlkraft für den gesamten Hochtaunuskreis: Der Deutsche Alpenverein (DAV), Sektion Hochtaunus Oberursel, baut in Hausen-Arnsbach eine Kletterhalle mit rund 1000 Quadratmetern Kletterfläche innen und außen. An dem neuen Standort befindet sich dann auch das Sektionszentrum. Für dieses Projekt, das insgesamt rund 3,2 Millionen Euro kostet, bekommt der Verein einen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro vom Land Hessen.

Förderbescheid in Höhe von 200.000 Euro übergeben

Den Förderbescheid übergab der Minister für Inneres und Sport, Peter Beuth (CDU), nun im Bürgerhaus an den ersten Vorsitzenden Thomas Flügel. Beuth sprach dem Verein Mut zu: »Wahrscheinlich wird aufgehen, was sie sich vorgenommen haben. Und die Mitgliederzahlen könnten durch die Decke gehen.« Eine attraktive Kletterhalle sei wichtig für die Kinder- und Jugendarbeit, die Ausbildungskurse und alle kletternden Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen im gesamten Hochtaunus, betonte Flügel. Auch therapeutisches Klettern will der Verein anbieten. Die Mitgliederzahl solle von 3250 auf 3500 wachsen.

2009 entschlossen sich die Mitglieder, eine neue Kletterhalle zu planen. Weder in Oberursel noch in Bad Homburg wurde ein passendes Grundstück gefunden, auf dem er ein 14 Meter hohes Gebäude hätte errichten können, sagte Flügel. »2018 haben wir den ersten Kontakt mit der Stadt Neu-Anspach aufgenommen. Mithilfe von Bürgermeister Thomas Pauli und Wirtschaftsförderer Oliver Lorenz haben wir ein passendes Grundstück gefunden.« Dieses Grundstück hatte die Stadt im Rahmen der Flüchtlingskrise 2015 gepachtet. Die Finanzierung und die Baukosten-Steigerungen in Folge der Corona-Pandemie haben viel Zeit und Arbeit gekostet, doch dass die Mitglieder hinter dem Projekt stehen, zeigten sie im Januar dieses Jahres. »Mit überwältigender Mehrheit ging das Mitgliedervotum durch, dann kamen neue Probleme«, so Flügel.

14 Meter hohe Kletterwand über alle Etagen geplant

Doch jetzt gibt es positive Nachrichten: Die Baugenehmigung ist erteilt, die Ausschreibungen laufen, lediglich die finale Finanzierungszusage der Bank ist noch offen, berichtete Flügel. Finanziert wird das Großprojekt durch Kredite, Eigenmittel, Bundesförderung als Effizienzgebäude KfW EH 40, Spenden und Sponsoring. Und nicht nur vom Innenminister, sondern auch vom Landessportbund Hessen erwartet der Verein noch eine Förderung. »Den größten Batzen machen die Kredite aus, wir suchen daher noch nach weiteren Unterstützern«, sagte Flügel. »Ich bringe den Scheck nur mit, beschließen müssen es die Abgeordneten im Landtag«, sagte Beuth und hob bei der Gelegenheit den Einsatz des ebenfalls anwesenden Landtagsabgeordneten Holger Bellino (CDU) für das Projekt hervor.

Kletter-Fans können sich nach Fertigstellung der Kletterhalle auf sportliche Herausforderungen freuen: Die höchste Kletterwand ist 14 Meter hoch und geht über alle Etagen. Sie wird durch eine Außenkletterwand ergänzt. Die Boulder-Fläche, fürs Klettern ohne Seil in Absprunghöhe, ist 250 Quadratmeter groß. Eine zweite Kletterwand ist zehn Meter hoch, sie bietet sich an für Schulungen oder Gruppen. Zwei Mehrzweckräume, ein Lager und Toiletten sowie ein Bistro-Bereich im Foyer sind geplant. Das Kletterzentrum und Sitz der Geschäftsstelle soll auch Anlaufstelle für Mitglieder und Interessenten sein, in ihren Räumen möchte der Verein Schulungen und Treffen veranstalten, Ausrüstung oder Bücher verleihen.

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