Neu-Anspacher Hochtaunusstift: Suche nach neuen Bleiben

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NEU-ANSPACH - (inf). Nachdem bekannt geworden war, dass am 31. März der Betrieb im Hochtaunusstift endet, stellt sich die Frage: Wohin mit 45 hochbetagten Menschen, die bislang im Neu-Anspacher Pflegeheim gewohnt haben?

Das Kortheuer-Haus in Usingen hatte bereits am Montag vier Senioren aus dem Hochtaunusstift aufgenommen. "Mehr können wir momentan nicht", sagt die Leiterin Irina Adolf. Allerdings ergebe sich gerade bei hochbetagten Menschen jeden Tag eine andere Situation, weswegen die Einrichtung noch nicht wisse, ob noch Plätze bis zum Ende des Monats bereitgestellt werden können. Bernd Stinner, der Leiter des Usinger Pflegeheims USA, kündigt an, dass dort zwei Personen aus dem Hochtaunusstift eine neue Heimat finden werden.

Andere Alterswohnsitze haben jedoch keine Kapazitäten: Sowohl im Alterswohnsitz Flücken in Wehrheim als auch im "carpe diem" in Weilrod gibt es momentan keine freien Zimmer und Pflegeplätze, was die Leiterin des Alterswohnsitzes Flücken, Nicole Peters sehr bedauert. Das Heim führe Wartelisten, auf welche sich auch die Bewohner des Hochtaunusstifts eintragen könnten. Allerdings kennt sie die Situation: "Wir haben die gleichen Probleme mit der Brandschutzverordnung, die das Hochtaunusstift hat. Auch wir bauen gerade um, was unsere Zimmerkapazität gerade stark verringert. Sonst hätten wir acht Personen aufnehmen können", erklärt sie und erzählt, dass sie selbst eine Freundin hat, deren Mutter im Hochtaunusstift lebt. "Sie wählt sich momentan die Finger wund, weil sie einfach keinen Platz für ihre Mutter bekommt", sagt Peters.

Auch die Leiterin des "carpe diem" in Weilrod, Ursula Staudt, hätte gerne Senioren aufgenommen, aber auch sie haben die Kapazitätsgrenze erreicht: "Wir haben gerade einen Bewohner neu aufgenommen, der auf einer Warteliste stand. Momentan sind wir bis oben hin voll." Ein Umzug in Heime, die nicht im Usinger Land liegen, sei für viele Angehörige oftmals nicht attraktiv. "Viele von den Angehörigen sind ja selbst in einem respektablen Alter. Da hat man die Angehörigen lieber in der Nähe", zeigt sie sich verständig. Trotzdem weist sie auf die Zweigstelle von "carpe diem" in Niederselters hin. Diese könnte laut deren Leiter Marcel Rösler vier Personen aufnehmen, allerdings nicht in Einzelzimmern, was ja oftmals gewünscht sei. "Wir haben Platz für zwei Damen und zwei Herren", lädt Rösler ein.

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