Überschwemmung: "War in Westerfeld nicht zu verhindern"

  • schließen

NEU-ANSPACH - (hs). Am Montag nach dem heftigen Unwetter, das Teile von Westerfeld und Hausen am Freitagnachmittag unter Wasser gesetzt hatte, ist in Neu-Anspach wieder Ruhe eingekehrt. Wie sieht die Schadensbilanz aus? Und sind aus den Überschwemmungen, die für die Westerfelder Bürger völlig überraschend kamen, Lehren zu ziehen?

"Aus städtischer Sicht ist neben dem Waldschwimmbad vor allem das Jugendhaus betroffen", berichtet Bürgermeister Thomas Pauli. Auch hier sei der Keller vollgelaufen, sodass sich die angepeilte Öffnung nun verzögere. "Viel dramatischer ist aber natürlich, was den privaten Haushalten oder der Gastronomie passiert ist", so der Verwaltungschef. So stand, wie der Usinger Anzeiger berichtet hatte, etwa die kleine und gerade erst sanierte Hausener Kneipe "Zum Brünnchen" unter Wasser. Im Westerfelder Ortskern habe nahezu jeder Keller ausgepumpt werden müssen.

Lassen sich Lehren aus den Überschwemmungen ziehen? "Das Problem ist Westerfeld ist, dass dort etliche Bäche zusammenlaufen. Wenn dann in kurzer Zeit so viel Regen fällt, ist nichts zu machen", sagt Pauli. Dennoch waren im Verlauf des Montags Mitarbeiter der Stadt unterwegs, um zu überprüfen, ob die Einlaufgitter der Bäche noch frei oder seit dem Hochwasser durch mitgeschwemmte Äste oder Müll blockiert sind. Auch die Gullis würden überprüpft.

Auch im Waldschwimmbad gehen die Aufräumarbeiten voran. Der materielle Schaden ist offenbar überschaubar, die Liegewiese sei intakt. Das Schwimmbecken wurde von den Schlammmassen befreit. "Wir sind sogar schon wieder dabei, neues Wasser einlaufen zu lassen", so der Bürgermeister.

Bis das Neu-Anspacher Waldschwimmbad wieder benutzt werden kann, können Dauerkartenbesitzer kostenlos das Wehrheimer Ludwig-Bender-Bad besuchen.

Immerhin: Das Unwetter hat Neu-Anspach überregional in die Medien gebracht. Noch am Freitagabend war ein Team des Hessischen Rundfunks vor Ort, am Samstag kam Neu-Anspach im Radio, ein zwischenzeitlich auch auf der Facebook-Seite des Usinger Anzeiger veröffentlichtes Video schaffte es auf "wetter.de" und am Montagmorgen war die Kleeblattstadt sogar Thema in der ARD.

Das könnte Sie auch interessieren