Wahl in Neu-Anspach: Neue Mehrheiten, neue Chancen

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Der Wähler hat gesprochen. Und sich für neue Mehrheiten im Neu-Anspacher Parlament entschieden. Auffallend sind vor allem die Verluste der B-NOW. Lag es daran, dass etliche Menschen, die die Gruppierung 2016 gewählt hatten, zu den Grünen zurückgekehrt sind? Oder ist jene Fraktion, die sich vor allem Transparanz auf die Fahnen geschrieben hat, in den Augen vieler Wähler zu sehr im "Establishment" angekommen?

Oder war es einfach so, dass eine Regierungsfraktion nicht viel zu gewinnen hat, wenn die Kassen der Stadt leer sind? In jedem Fall ist die Mehrheit von B-NOW, SPD und NBL nun Geschichte. Die bisherige Opposition, die oft das Gefühl hatte, nicht gehört zu werden und den Ärger darüber auch deutlich artikuliert hat, hat nun die Chance, es besser zu machen. Gerade die CDU hat auch in der Vergangenheit die Neu-Anspacher Politik entscheidend geprägt und ist am Schuldenberg alles andere als schuldlos. Nun ist es vor allem an Christdemokraten, Vorschläge - die häufig unpopulär sein müssen - zu machen, die die Kassen der Stadt entlasten. Zu hoffen ist außerdem, dass die Parlamentarier einen Weg finden, vernünftiger und konstruktiver zusammenzuarbeiten, als es zuletzt der Fall war. Ansätze dazu gab es im "Arbeitskreis Haushalt" oder auf den Klausursitzungen des Haupt- und Finanzausschusses. Dass Oppositionspolitik auch ohne persönliche Angriffe funktionieren kann, haben vor allem die Grünen in der abgelaufenen Legislaturperiode gezeigt. Der Lohn ist eine Verdopplung der Sitze im Parlament. Aber dieser Lohn beinhaltet auch die Verpflichtung, entscheident zur Sanierung der Neu-Anspacher Finanzen beizutragen. Henning Schenckenberg

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