Wahlprogramm der Neu-Anspacher FWG-UBN: "Das Notwendige hat Vorrang"

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NEU-ANSPACH - (inf). Finanzen und Wirtschaft, bürgerschaftliches Engagement, Stadtentwicklung und generationenverbindende Politik - dies sind die Schwerpunkte der Neu-Anspacher FWG-UBN für die kommende Kommunalwahl. Das Selbstverständnis der Freien Wählergemeinschaft der unabhängigen Bürger ist, auch künftig unabhängig, ungebunden und mit Vernunft Politik für die Neu-Anspacher machen zu wollen und dabei vor allem nachhaltig, sozial und kreativ Ideen einzubringen, anzustoßen und umzusetzen.

Wettbewerbsfähig

Gerade beim Thema Finanzen sieht die FWG-UBN für die kommende Legislaturperiode Handlungsbedarf. "Das Notwendige hat absoluten Vorrang vor dem Wünschenswerten", betont die Fraktion in ihrem Wahlprogramm. Ziel sei es, den Haushalt möglichst schnell zu entschulden und vom Reagieren ins Agieren zu kommen. Nur dadurch ergäbe sich Spielraum für künftige freiwillige Leistungen der Stadt. "Hier ist für uns eine exakte, ehrliche und vorausschauende Finanzplanung unabdingbar. Damit die Zahlen am Ende stimmen, bedarf es einer Überwachung und eventuellen Korrekturen der Kosten im Finanzplan, sowie einer korrekten Abrechnung", schreibt die Fraktion weiter. Sie will darauf hinarbeiten, die Wirtschaftlichkeit aller Investitionen und Kosten zu überprüfen, um möglichst bald einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren zu können.

Ein weiterer, für die FWG-UBN wichtiger Punkt ist das bürgerschaftliche Engagement. Das Credo der Fraktion dabei ist: "Was in unserer Stadt passiert, geht uns alle etwas an." Darum will man sich künftig dafür einsetzen, dass die Einwohner Neu-Anspachs Informationen immer aus erster Hand erhalten. Dazu seien eine informative, städtische Homepage sowie öffentliche, transparente und verständliche Gremiensitzungen und regelmäßige Bürgerversammlungen schon gute erste Schritte. Doch die Politiker wollen auch aktiv auf die Menschen zugehen und mit ihnen sprechen. Ebenso setzen sie sich für eine organisierte Bürgerbeteiligung bei politischen Themen ein, beispielsweise bei der Umsetzung des Agenda-Prozesss 2040, dem Klima- und Sportstättenkonzept oder dem Masterplan 2040, den sie umsetzen möchten.

Im Bereich der Stadtentwicklung, dies betont die FWG-UBN, setze man sich für Nachhaltigkeit ein. Wichtig sei, den "urbanen Charakter und hohen Wohnwert der Stadt zu bewahren", Baulücken zu schließen und dabei immer die Infrastruktur im Blick zu behalten. Dies gelte auch für weitere, geplante Bebauung. Besondere Bedeutung habe dabei der Ausbau von bezahlbarem, barrierefreiem Wohnungsbau und alternativen Wohnformen.

Um Neu-Anspach wettbewerbsfähig zu halten, sei der Netzausbau und der notwendige Digitalisierungsprozess (Stichwort digitale Verwaltung) voranzutreiben und zielgerichtet zu unterstützen. Ein Ziel der Fraktion ist es, dadurch attraktiv für junge Unternehmen und Start-ups zu werden, aber durch diesen Ausbau Neu-Anspach auch allgemein als Wirtschaftsstandort für Gewerbetreibende aufzuwerten. Da die Stadt, laut der FWG-UBN-Fraktion, gesunde Wirtschaftsbetriebe im Bereich Handel und Handwerk brauche, möchte sie diese unterstützen und sich zudem als zuverlässiger Partner generieren. Aus diesem Grunde habe man auch an den niedrigen Gewerbesteuer-Hebesätzen festgehalten. "Dieser Linie werden wir auch in Zukunft treu bleiben", betont die Fraktion in ihrem Wahlprogramm.

"Grüner Wasserstoff"

Langfristig möchten die Kommunalpolitiker einen Wechsel von der E-Mobilität hin zur "Grünen" Wasserstoff-Mobilität anstoßen, bei der Wasserstoff durch Elektrolyse mit Hilfe von Strom aus erneuerbarer Energie erzeugt wird. "Hier muss eine Anpassung der Mobilität von Gegenwart und Zukunft stattfinden und Investitionen in Erhalt und Modernisierung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur sind dabei unverzichtbar", schreibt die FWG-UBN im Wahlprogramm. Ebenso wichtig sei für die Fraktion der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Wasser und Wald, sowie eine verlässliche Wasserbeschaffung für die Zukunft und der bewusste Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource. Deswegen setzen sich die Kommunalpolitiker auch für "Pro Waldschwimmbad - Contra Pool im Garten" und für eine Investition in die heimischen Wälder und die Wiederaufforstung ein.

Nicht zuletzt ist für die Fraktion eine generationenübergreifende Politik wichtig, die gerade junge Menschen und Familien in Neu-Anspach fördert, aber auch ältere Menschen und Senioren nicht vergisst. Dazu brauche es in der Kleeblattstadt eine gute Kinderbetreuung, ausreichend und vor allem kostenlose oder bezahlbare Kitaplätze, Angebote für die Jugend, aber ebenso Perspektiven und Offerten für ältere Menschen und Senioren. Hier sei vor allem ein guter generationenübergreifender Dialog wichtig. Dafür wollen künftig folgende Kandidaten sorgen (Aufgelistet sind die ersten zehn Listenplätze):

Hans-Peter Fleischer (Listenplatz 1), Horst Meyer (2), Christian von der Schmitt (3), Frank Vogel (4), Karin Birk-Lemper (5), Dr. Patrick Henritzi (6), Manfred Klein (7), Joscha Kählitz (8), Stephan Horak (9) Christa Henritzi (10).

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