Nicht einfach in die Weil fließen lassen

Grävenwiesbach (anr). Als Beitrag zur Schonung knapper Ressourcen und zur Verbesserung des Grundwasserspiegels soll in Grävenwiesbach die Rückführung von geklärtem Wasser in den Wald geprüft werden. Der Umwelt-, Landwirtschaft- und Forstausschuss (ULFA) nahm in seiner Sitzung im Bürgerhaus einstimmig einen entsprechenden CDU-Antrag zum Anlass, einen Prüfauftrag zu formulieren, inwieweit Klärwasser durch eine Teilrückführung in das »Ökosystem Wald« verwertet werden kann, statt es einfach in die Weil fließen zu lassen.

Achim Pauls, CDU-Vertreter im ULFA, erläuterte zur Eröffnung die Vorbereitungen der CDU-Arbeitsgruppe Wasser, die unter anderem mit positiven Wasserproben des Frauenhofer-Instituts sowie dem Inaussichtstellen von Fördermitteln durch das hessische Umweltministerium die Erstellung einer Machbarkeitsstudie erreichen möchte. CDU-Gemeindevorstand Lothar Stöckmann plädierte für einen solchen Prüfauftrag, weil der Gemeindevorstand dann handeln könne.

ULFA-Vorsitzender Kurt Solz (FWG) fragte nach vergleichbaren Studien und Ausschussmitglied Sybille Haas (Grüne) bat um eine Definition der Qualitätsanforderungen, während Bernd Bierwirtz (FWG) grundsätzlich die Kosten-Nutzen-Frage für die künftige Wasserversorgung stellte. Bekanntlich plant die Gemeinde ja bereits umfangreiche Investitionen in die Erneuerung und Ertüchtigung der Anlagen zur Wassergewinnung.

Schließlich einigte sich der ULFA für den Prüfauftrag zunächst auf vier Parameter. Neben der Ermittlung der rechtlichen Rahmenbedingungen sollen die Grenzwerte der erforderlichen Wasserqualität, die Eignung von Flächen zur Förderung des Grundwasserspielgels und schließlich die finanzielle Förderfähigkeit als wesentliche Parameter geprüft werden.

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