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Noch fehlt das Baumaterial: In Weilrod stehen in diesem Jahr mehrere Großprojekte an

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Das Neubaugebiet Neuerborn ist das größte in Weilrod jemals verwirklichte Siedlungsprojekt. Mit der Bebauung der ersten 47 Grundstücke kann bis spätestens Mitte des Jahres nach Fertigstellung der Erschließung und auch des mit Weilroder Holz befeuerten Nahwärme-Blockheizkraftwerks begonnen werden. © Red

Die Gemeinde Weilrod rüstet sich für ein in vielerlei Hinsicht ereignisreiches Jahr 2022. Vor allem Bauvorhaben dürften in den kommenden zwölf Monaten im Fokus stehen.

Weilrod. Weilrod rüstet sich für ein in vielerlei Hinsicht ereignisreiches Jahr 2022. Ob die Corona-Pandemie dabei weiter den Takt vorgibt, weiß noch niemand. Grundsätzlich möglich wären trotz Restriktionen Bauvorhaben, von denen 2022 viele anstehen. Pandemiebedingte Lieferverzögerungen beim Material oder auch Handwerkermangel könnten dazu führen, dass der eine oder andere Plan aus den Fugen gerät. Die für Pfingsten vorgesehene Eröffnung der restaurierten Kirchenruine Landstein hat sich wegen stockender Materialbeschaffung bereits verzögert, soll aber später im Jahr stattfinden können.

Jubiläumswochende wird mit Europatag kombiniert

Noch ist Bürgermeister Götz Esser (FWG) optimistisch, dass am Wochenende, 6. bis 8. Mai, mit einer ganzen Folge von Feierlichkeiten, zu denen auch die Rückverschwisterung Weilrods mit der thüringischen Gemeinde Drei Gleichen gehören soll, des Gründungstages der Gemeinde vor 50 Jahren gedacht werden kann.

Das Jubiläum wird mit dem jährlich vom Hochtaunuskreis gefeierten Europatag kombiniert. Im Neubaugebiet Neuerborn soll bald gebaut werden können. Die Erschließung ist bis März abgeschlossen. Esser rechnet mit einem zügigen, in diesen Tagen beginnenden Abverkauf der 47 Bauplätze. Das Punkteranking, mit dem sich die 201 Bauinteressenten um einen Bauplatz bewerben konnten, ist abgeschlossen. Häuslebauer, die über ihren Zuschlag informiert werden, können sich bald auf einer elektronischen Karte ihr Grundstück aussuchen und mit einem roten Punkt kennzeichnen. Ab Datum des Kaufvertrags haben sie dann drei Jahre Zeit, mit dem Bau zu beginnen.

Grünes Licht für Weilpassage

Das nächste Großprojekt der Gemeinde ist die Weilpassage mit barrierefreien Wohnungen vor und hinter dem Rewe-Markt in Rod. Wenn keine weitere Offenlage der Baupläne nötig ist, kann der Bau noch 2022 beginnen. Die Exposés sind bereits gedruckt.

Zwei weitere Bauprojekte stehen 2022 auf der Agenda: Gleich Fasching wird mit dem Umbau des Felsenkellers in Rod zum Dorfgemeinschaftshaus begonnen. Los geht es mit der Entkernung der alten Kegelbahn, dem Bau eines Kollegs, eines Foyers sowie Toiletten und der Zugangsrampe, beides behindertengerecht. Das Projekt wird ebenso mit Landesmitteln aus dem Dorferneuerungsprogramm IKEK gefördert wie der Umbau des Kirchenensembles in Gemünden, wo unter Einbeziehung des Schützenheims ebenfalls Gemeinschaftsräume und multifunktionale Nutzung Einzug halten soll.

Versorgung für Glasfaser kommt voran - erste Ortsteile sind bereits verkabelt

Die Versorgung Weilrods mit Glasfaser kommt voran. Die ersten Ortsteile sind bereits fertig verkabelt. Im zweiten Halbjahr wird die Deutsche Glasfaser mit der Nachfragebündelung in Mauloff, Finsternthal und Winden beginnen. Die Gemeinde hatte hier in Eigenregie bereits das Interesse der Bürger abgefragt, jetzt geht es nur noch um die Verträge.

Die Nachfrage lag in allen drei Ortsteilen deutlich über der Rentabilitätsgrenze von 40 Prozent. Mit den Arbeiten soll dann unverzüglich begonnen werden. Ferner werden 2022 weitere Antennenmasten Mobilfunknutzern Anschluss verschaffen. Bestens abdeckt und von mindestens zwei Anbietern versorgt sein werden Emmershausen, Winden, Ober- und Niederlauken, Altweilnau, Hasselbach und Mauloff.

Ausbau mit barrierefreien Bushaltestellen soll vorangetrieben werden

Die Ausstattung Weilrods mit barrierefreien Bushaltestellen wird 2022 vorangetrieben. Zwölf Haltestellen in acht Ortsteilen sind bereits gebaut, sieben weitere in den übrigen fünf Dörfern fehlen noch. 2022 sollen in Niederlauken eine und in Gemünden zwei Haltestellen umgebaut werden. Die Gemeinde will, damit es in ganz Weilrod einheitlich ist, an der Bordsteinkante mit 18 Zentimetern Höhe festhalten und nicht auf die inzwischen geforderten 22 Zentimeter umschwenken.

Ab September wird schließlich die Kreisstraße Gemünden-Emmershausen in drei Bauabschnitten erneuert. Die Arbeiten werden voraussichtlich acht bis zehn Wochen dauern. Verbessert wird in den kommenden Monaten auch der Zustand des Weiltalweges durch einen neuen Belag, womit das Ziel einer attraktiveren touristischen Nutzung verfolgt wird.

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