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Oberloh-Halle: Insellösung bevorzugt

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Wehrheim (sai). Ampelanlage, Fußgängerbedarfsampel oder Insellösung: Wie die Querung der Usinger Straße am Oberloh gestaltet werden soll, wurde im vergangenen Bauausschuss diskutiert. Nun steht fest: Es bleibt bei der bisherigen Planung.

Im Bauausschuss wurde der von der TSG eingebrachte Vorschlag einer Fußgängerbedarfsampel als Alternative zu der von der Gemeinde geplanten »Insellösung« besprochen. Aus Sicht der TSG sei diese schneller und kostengünstiger umzusetzen. Zumal die TSG gleichzeitig anbietet, einige der Arbeiten in Eigenregie von der Elektrofachfirma des TSG-Vorsitzenden auszuführen. Die Gemeindeverwaltung hat jedoch ein Fachbüro mit der Prüfung der verschiedenen Varianten beauftragt und unter »Berücksichtigung aller rechtlichen Vorgaben« und der Kosten, auch möglicher Folgekosten, die Lösung mit einer Verkehrsinsel in der Mitte der Usinger Straße als die »sinnvollste und rechtssicherste« Variante ausgemacht. Bei dem Vorschlag der TSG werde nicht berücksichtigt, dass sich die jeweiligen Enden der Feldwege vom Oberloh und vom Krausbäumchen nicht gegenüberliegen, sondern die Wege versetzt auf die Usinger Straße träfen, sagte Bürgermeister Gregor Sommer (CDU). Ein Landwirt, der beispielsweise vom Wirtschaftsweg am Krausbäumchen in die Usinger Straße einbiegen wolle, könne von dort die Lichtsignale der Fußgängerampel nicht sehen und fahre los, auch wenn die Fußgänger in dem Moment »grün« hätten und im guten Glauben, sicher überqueren zu können, sich vielleicht schon mitten auf der Straße befänden. Ein Unfall sei hier vorprogrammiert, sagte Sommer.

Um dies zu verhindern, sei es nicht mit nur einer Ampel auf den beiden Straßenseiten der Usinger Straße getan. Es müsste also eine »komplexe Ampellösung« auch für die Feldwege links und rechts her und dies sei nicht gerade billig, auch im Hinblick auf die Folgekosten durch regelmäßige Wartungen und Prüfungen. »Das macht etwa 3500 bis 4000 Euro pro Jahr aus, denn es gibt genaue Vorschriften, wie eine Ampelanlage zu prüfen und zu warten ist«, rechnete Bauamtsleiter Frank Dechert vor.

Bei der Prüfung der verschiedenen Varianten seitens des Ingenieurbüros sei zudem festgestellt worden, dass die Abstände nicht reichten und die Ampel rund 200 Meter weiter Richtung Ort errichtet werden müsse. Daher und unter Berücksichtigung der straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften, die Dechert in der Ausschusssitzung nun teilweise zitierte, habe das Planungsbüro die Errichtung einer Verkehrsinsel empfohlen, weshalb die Gemeindeverwaltung dieser Empfehlung gefolgt sei. Würde man diese über Bord werfen, wären die bisherigen Planungskosten »in den Sand gesetzt« und der gesamte Prozess müsse erneut aufgenommen werden, was neue Planungskosten verursache, die in den Haushalt einzubringen seien und eine Verzögerung der Arbeiten bedeuteten, sagte Sommer. Abgesehen davon, werde die Gemeinde keinesfalls etwas in Auftrag geben, was nicht rechtssicher sei, denn sie trage die Verantwortung dafür.

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