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Gitta Wied (Bildmitte) hat für Michael Falz (links) und Gemeindevorstandsmitglied Harald Stenger (rechts) eine Nikolaus-Weihnachtsüberraschung mitgebracht.

Ortsvorsteherin nachts aus dem Bett geklingelt

Friedrichsthal (cju). Der Haushaltsentwurf 2022 enthält keine Investitionen für den kleinsten Ortsteil Wehrheims. Der Ortsbeirat von Friedrichsthal nahm das Zahlenwerk deshalb ohne Diskussion zur Kenntnis und segnete es einstimmig ab. Anwesend waren Ortsvorsteherin Gitta Wied (SPD) und Michael Falz (FDP). Tanja Kulisch-Ziemens (CDU) fehlte. Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 200.

Geburtstag von »Neudorf« sei einiges in Angriff genommen worden, weshalb es jetzt in Ordnung sei, dass es keine neuen Investitionen gebe, war sich das Duo einig.

Nicht einverstanden sind die Ortsbeiräte beim Thema Parken in den Straßen des Dorfes. Rettungsfahrzeuge hätten es schwer, an ihr Ziel zu kommen, bemängelte die Ortsvorsteherin, die deshalb sogar schon mal nachts aus dem Bett geklingelt wurde. Hier hofft das Gremium einerseits auf mehr Kontrollen seitens des Ordnungsamtes, damit nicht in Bereichen geparkt werde, die verboten sind.

Vorfreude auf das 200-Jährige

Andererseits wäre es sinnvoll, wenn die Friedrichsthaler selbst ein Einsehen hätten und ihre Garagen für die Autos und nicht für die Gartenmöbel und anderes mehr nutzen würden. Mit dem Großwerden der Kinder steige meist in einem Haushalt auch die Anzahl der Fahrzeuge, so Michael Falz, aber diese müssten ordnungsgemäß geparkt werden.

Zufrieden zeigte sich Wied mit dem Verlauf der Feier zum Volkstrauertag. Zwar habe man coronabedingt auf die Wernborner Musiker und den Gesangverein verzichten müssen, aber die Feier sei gut gelaufen und das »Ave Maria« der Solistin habe Gänsehaut hervorgerufen. Ein wenig stolz darauf ist die Ortsvorsteherin auch darüber, dass sie seit 30 Jahren jedes Mal eine neue Rede hält und noch nicht aus alten Reden »recycelt« habe. Ebenfalls am Volkstrauertag fand eine kleine alternative Feier zum Martinstag auf dem Alten Sportplatz statt. Mit Feuer und Glühwein sowie Kinderpunsch wurde hier etwas gefeiert.

Seit Ende November gibt es die Möglichkeit, samstags und sonntags zwischen 10 und 16 Uhr die Kirche zum Gedenken und stillen Gebet zu nutzen. Das Angebot werde rege wahrgenommen, so Wied, das lasse sich an der Zahl der abgebrannten Kerzen ablesen. Für die Kinder liege meist noch etwas aus, mit dem diese basteln oder malen könnten.

Werbung für das Gremium

Die Flyer, die das Gremium aufgelegt hat, sind inzwischen verteilt und informieren die Friedrichsthaler darüber, was der Ortsbeirat macht, wie man mit ihm in Kontakt treten kann und beinhaltet die nächsten Sitzungstermine.

Das beliebte Silvesterritual Brötchen würfeln wird auch in diesem Jahr nicht durchgeführt werden.

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