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Sonja Fladung hat ihr ganzes Berufsleben im Kindergarten Eden verbracht und geht jetzt in den Ruhestand.

„Totaler Teamarbeiter“

Ein ganzes Berufsleben in einer Einrichtung: Chefin der Schmittener Kita Eden geht in den Ruhestand

Sie hat ihr ganzes Berufsleben in der Kita Eden in Schmitten verbracht - und die Einrichtung in mehreren Jahrzehnten als Leiterin stark geprägt. Nun geht Sonja Fladung in den Ruhestand.

Schmitten. Im Büro von Sonja Fladung, der langjährigen Leiterin der Kita Eden in Schmitten sieht es noch nicht nach Abschied aus. »Man merkt gar nicht, dass sie morgen ihren letzten Tag hat, sie ist wie immer voll im Einsatz«, meint Erzieherin Christiane Hoffmann. Sie muss es wissen, denn sie hat 1983 schon ihr Vorpraktikum bei Fladung absolviert, damals noch im katholischen Kindergarten in der Wiegerstraße.

Dort arbeitete Hoffmann von 2003 bis 2007 und ist seit 2014 wieder im Team. Mit ihrer Kollegin Katja Foxhoven ist sich Hoffmann einig: »Sonja Fladung ist der totale Teamarbeiter und das macht die Zusammenarbeit so einzigartig.«

Sonja Fladung war seit 2000 in der Leitungsfunktion

Für Fladung gab es immer nur den Weg im Team, denn sie weiß: »Alleine kann man nichts bewegen.« Und bewegt hat die Kindergartenleiterin, die ihr ganzes Berufsleben in dieser einen Einrichtung verbracht hat, viel. Manuela Bernhard, die für die Pfarrei St. Franziskus und Klara, Kita-Koordinatorin ist, stellt fest: »Sonja Fladung hat maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung des Kindergartens Eden.« Sie habe bereits als junge Erzieherin von 1982 bis 1988 Verantwortung als Leiterin übernommen, sich in und nach ihrer Familienzeit mit reduzierter Stundenzahl zunächst in einem Leitungsteam des Kindergartens Schmitten weiter engagiert und seit 2000 die Leitungsverantwortung für den Kindergarten Eden übernommen.

»Ihr war es ein großes Anliegen, den Alltag im Kindergarten nach den aktuell erforderlichen pädagogischen Zielen auszurichten und dabei immer das Wohl der anvertrauten Kinder, ihrer Familien und des Teams der Mitarbeitenden im Blick zu behalten«, so Bernhard. Im Gespräch mit dieser Zeitung meint Fladung: »Ich bin im katholischen Kindergarten oder besser in der Pfarrei groß geworden.« Sie erinnert sich an das Vorpraktikum bei den Ordensschwestern, bei denen sie nach ihrer zweijährigen Ausbildung an der Ketteler-La-Roche Schule in Oberursel 1978 auch ihr Anerkennungsjahr absolvierte und blieb. Und sie war bereits in jungen Jahren die dritte weltliche Leiterin der katholischen Einrichtung. Die Änderungen der pädagogischen Strömungen waren für Fladung immer auch eine Chance zum Mitgestalten. Besonders schätzt sie, dass die katholische Kirche als Arbeitgeber ihr und ihrer damaligen und heutigen Stellvertreterin auch die Möglichkeit gegeben hat, ihre Ideen beim Neubau des Kindergartens Eden miteinzubringen. »Ich sehe das als großes Geschenk an, dass ich das erleben durfte«, sagt Fladung, die jeweils fünf Pfarrer und Bürgermeister und vier Bischöfe erlebt hat. Ihr besonderer Dank gilt jedoch ihrer Familie für die Unterstützung und das Verständnis in all den Jahren.

Nun hat sie mehr Zeit für die Enkelkinder

Zusammen mit Kilb hat sie im Eden als erstem Kindergarten die Tagespflege mit Mittagessen und erweiterten Betreuungszeiten eingeführt.Im Jahr 2017 wurde der Kindergarten zertifiziert für die Umsetzung des Qualitätsmanagement nach den Vorgaben des Bistums. Am wichtigsten waren Fladung aber immer die Kinder. Wie viele sie auf ihrem Lebensweg begleiten durfte, hat sie nicht nachgerechnet. Viele bringen heute ihre eigenen Kinder zu ihr in den Kindergarten in den Kindergarten Eden. »Sonja hat den Übergang gut geplant und im letzten Jahr ein Buch angelegt, damit wir wissen, wen man zu was fragen und wie erreichen kann«, so ihre Stellvertreterin.

Nach dem zu Herzen gehenden Abschied von den Kindergartenkindern und ihren Kolleginnen vor der Kita und dem Abschiedsgottesdienst freut sich Fladung auf den 2022 beginnenden Ruhestand. Sie will das Zusammensein mit ihrer Familie genießen und die drei Enkel heranwachsen sehen. Und sie will sich in der Dorfgemeinschaft Altweilnau engagieren und auch weiterhin im Ortsausschuss des Kirchorts St. Karl Borromäus Schmitten.

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