Beratungen im Bauausschuss

Entsteht in Brombach bald das erste „Öko-Baugebiet“ in Schmitten?

Schmitten. Geht es nach den Schmittener Grünen, wird das Baugebiet »Im Boden« in Brombach das erste ökologische Bauprojekt der Klimakommune Schmitten. Unterhalb der methodistischen Kirche könnten in zweizeiliger Bebauung bis zu 17 Wohneinheiten entstehen. Der Fraktionsvorsitzende Frank von der Ohe schlug für das Baugebiet Auflagen in Bezug auf die Verwendung von Baustoffen, das Bauvolumen und den Energieverbrauch vor sowie Vorgaben zur Wassereinsparung und Gebäudebegrünung. »Schließlich sind wir Klimakommune«, warb er dafür, darüber im Bauausschuss zu beraten.

Freien Wähler geht der Vorschlag der Grünen zu weit

Den Freien Wählern ging das zu weit. Fraktionsvorsitzender Rainer Löw sagte: »Das ist ein gutes Beispiel für Doppelmoral. Solche Auflagen hätte man Accadis für den Kindergarten geben sollen.« Er fragte in die Runde: »Welcher private Bauherr kann sich das noch leisten?« Aus Sicht von Karsten Ratzke (CDU) gehen die Ideen der Grünen in die richtige Richtung. Mögliche Vorgaben seien erst noch zu prüfen und zu beraten. Roland Wilfing (SPD) hielt es nicht für sinnvoll, erst im Nachgang den Grundstückseigentümern solche Auflagen zu machen.

Bereits vorgeschrieben ist eine Zisternenpflicht. Und der überarbeitete städtebauliche Entwurf sieht vor, dass möglichst wenig Fläche großflächig versiegelt wird, um Probleme mit Starkregen zu vermeiden. Zusätzlich wurden auf Kosten der Grundstückseigentümer Stellplätze im Bereich der Stichstraße eingefügt, für dritte Autos der jeweiligen Haushalte. Ebenfalls auf Antrag der Grünen soll im Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss (HFD) beraten werden, zu welchen Folgekosten die Bauherren herangezogen werden können.

SPD fordert strikte Vorgaben für geplanten Kindergarten in Oberreifenberg

Erneut diskutiert wurde über den Antrag der SPD. Der sah strikte Forderungen vor für den von der Accadis International School geplanten Kindergartenneubau in Oberreifenberg. Und zwar nicht nur in Sachen Energieeffizienz. Auch Dach- und Fassadenbegrünung, Solartechnik, die Nutzung von Grauwasser für Sanitäranlagen, der Verzicht auf Drainagen für Fließ- und Schichtenwasser sollen in die Planung einfließen. Der SPD-Antrag wurde von der Koalition abgelehnt und inhaltlich gleich als Bitte formuliert auf den Weg gebracht.

Zuvor hatte das Parlament den Bebauungsplan für das Accadis-Vorhaben beschlossen. Hier enthielt sich die FWG, die den zweigeschossigen Ansatz vermisst.

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