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Dass die Mädchen und Jungen aus der Mäusegruppe des Schmittener Kindergartens Eden die beiden Apfelbäume schmücken, begeistert Bürgermeisterin Julia Krügers.

Kinder basteln für Senioren und schmücken Baum

Schmitten (evk). Verschiedene Gruppen zusammenbringen ist das ganze Jahr über das Anliegen des Caritas-Teams vom Sozialraumprojekt Usinger Land. Für die Gemeinde Schmitten zuständig ist Diana Müller-Frotz. Sie weiß, wie wichtig es gerade an oder besser vor Weihnachten ist, anderen zu signalisieren »Wir denken an Dich« und hatte daher zwei Aktionen initiiert.

Die Kinder vom katholischen Kindergarten Eden hatten in der Adventszeit Baumschmuck selbst gebastelt und fertige Holzanhänger bunt bemalt. Die Mädchen und Jungs der Mäusegruppe durften damit die beiden Partnerschaftsbäume am Parkplatz vor dem benachbarten Rathaus schmücken. »Da hängen ja noch Äpfel dran«, meinte Sebastian. Und Nils, der mit ihm mutig den Baum hinaufkletterte, solange die Äste sie trugen, entdeckte sogar noch ein Osterei. Weil die zwei Jungs auch oben Herzen, Engel, Elche und Tannenbäume an die Zweige hängten, fanden alle Anhänger einen Platz. Zunächst hatte es nämlich so ausgesehen, als ob ein Teil der Bastelarbeiten übrig bleiben würde. Deshalb hatten sie schon mit Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU), die zur Belohnung jedem Kind einen Schokoladen-Nikolaus schenkte, beratschlagt, ob sie vielleicht im Rathaus noch ein bisschen weihnachtlich dekorieren könnten. Wie Krügers verriet, hängt da auch schon ein Stern aus der Kita in Brombach. Die zweite Aktion war eine Kooperation zwischen dem katholischen Kindergarten Niederreifenberg und dem AGO-Seniorenzentrum. Persönliche Begegnungen sind wegen Corona derzeit nicht möglich. Aber die Kinder hatten 26 Bilder mit weihnachtlichen Motiven für die älteren Herrschaften gemalt und mit Unterstützung der Erzieherinnen vier herrliche Sterne gebastelt, die ziemlich professionell aussehen. »Dabei war das kinderleicht, wie haben einfach Brottüten zusammengeklebt und so ausgeschnitten, dass Sterne entstehen«, erläuterte die stellvertretende Kita-Leiterin Alina Bingsohn. Sie überreichte Katrin Schröder, Leiterin des sozialen Dienstes, und Nicole Niklas vom Betreuungsteam die Geschenke der Kinder. Müller-Frotz hatte das Friedenslicht für die AGO mitgebracht.

Erinnerungen werden wach

Und 30 Senioren hatten auch etwas für die Kinder vorbereitet. Sie hatten ihre Erinnerungen an Weihnachten aufgeschrieben oder von einer der Betreuerinnen aufschreiben lassen. Weihnachtsessen und Geschenke waren demnach früher einfacher gehalten. Mädchen bekamen eine Puppe und in den Folgejahren neue Kleider. Eine Seniorin musste sogar für ihre zehn Geschwister betteln gehen, damit jeder ein Geschenk bekommen konnte.

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