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Die Mitglieder des Angelsportvereins Reifenberg 1978 haben den Ochsenweiher gepachtet und das Gewässer vor dem Ablassen erst einmal abgefischt, um es im kommenden Jahr zu entschlammen und für die Jungfischaufzucht vorzubereiten.

Neuer Weiher für die Angler in Schmitten

Schmitten (evk). Der Angelsportverein Reifenberg 1978 (ASV) hat zum 1. Januar für zwölf Jahre ein neues Gewässer gepachtet, aber damit zunächst einmal jede Menge Arbeit. Der Ochsenweiher im Weiltal hinter dem Rewe in Schmitten in Richtung Niederreifenberg ist in Privatbesitz und wurde längere Zeit nicht bewirtschaftet und damit auch nicht regelmäßig gepflegt.

»Der Zulauf war total zugesetzt und der Weiher deshalb im hinteren Bereich verlandet«, erläuterte ASV-Vorsitzender Florian Badt. Mit seinem Stellvertreter Alexander Wolf und Gewässerwart Marius Badt hatte er noch vor Jahresfrist einen Arbeitseinsatz zum Abfischen und Ablassen des Ochsenweihers anberaumt. Tatkräftige und erfahrene Vereinsmitglieder, darunter auch der langjährige Vorsitzende Klaus Vest, ahnten schon, dass sie mit dem großen Netz und den Kärchern mehr oder weniger nur Kleinkram aus dem Wasser holen würden.

Viele Krebse herausgeholt

Neben einigen Rotaugen landeten auch zwei kleinere Barsche in den bereitgestellten Wassereimern. Die Fische wurden später auf die anderen Gewässer verteilt, den Fichten-, den Bären- und den Heckenhainweiher weilaufwärts. Weniger begeistert waren die Angler über die amerikanischen Signalkrebse, die sich überall entlang der Weil und in den Weihern breit machen. »Während des Jahres haben wir Tausende aus unseren Weihern herausgefischt«, berichtete Wolf.

Das war deutlich mehr, als die Angelfreunde jemals verzehren konnten. Denn beim gemütlichen Treffen nach ihrem diesjährigen Angelausflug nach Norwegen gab es »Taunushummer« satt. Florian Badt hatte die Krebse gepult und Felix Assmann, Koch im Restaurant Feldberger, mit Knoblauch sehr delikat zubereitet.

Aber zurück zum Ochsenweiher, der nach Aussage des Vereinsvorsitzenden zum Angeln gar nicht geeignet ist. »Er ist für größere Fische viel zu klein«, so Florian Badt, der erklärt, warum die Angler sich trotzdem um den Weiher kümmern. »Aus Naturschutzgründen und vor allem für die Jungfischaufzucht ist er nicht uninteressant.« Unabhängig von der Weil werde der Ochsenweiher noch von einer eigenen Quelle gespeist und habe eine besonders gute Wasserqualität. Indikator dafür sei das Vorkommen der Moderlieschen, einer Kleinfischart, die empfindlich auf negative Umweltreize reagiere.

2023 Karpfen und Schleien

Damit diese und Jungfische, die später in die anderen Gewässer des Vereins umgesiedelt werden sollen, sich auch wohlfühlen, wurde der Ochsenweiher jetzt erst einmal abgelassen und trockengelegt.

»Wenn er über Winter durchgefroren ist, wird der Boden gekalkt, dadurch wird der Schlamm zu Erde und lässt sich im nächsten Jahr leichter ausbaggern«, erläuterte der Vorsitzende und ergänzte: »Frühestens Ende des kommenden Jahres, eher später, also im Jahr 2023, können wir den Ochsenweiher in Betrieb nehmen.« Dann sollen hier Karpfen und Schleien für den Besatz der anderen Weiher herangezogen werden. Doch im kommenden Jahr wartet auch rund um den Ochsenweiher noch viel mehr Arbeit auf die Angler. Der Uferbereich muss nämlich in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde an manchen Stellen freigeschnitten werden.

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