Zukunftswerkstatt entwickelt das Dorf

Schmitten . Im Juli dieses Jahres wurde die Gemeinde Schmitten vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen. Jetzt liegt es an der Kommune und privaten Projektträgern bis 2028 Fördermöglichkeiten zu nutzen, um die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Zunächst soll die Gesamtstrategie für die Gemeinde als integriertes kommunales Entwicklungskonzept (IKEK) erarbeitet werden.

Diese Konzeptphase dauert 18 Monate und bildet die Grundlage für die daran anschließende Förderphase.

Pflichtthemen für das Leitbild

Basis für die Konzepterstellung ist der »Leitfaden zur Dorfentwicklung«. Nach dem Leitfaden sind die demografische Entwicklung, bürgerschaftliches Engagement, städtebauliche Entwicklung und Wohnen sowie Daseinsvorsorge, Basisinfrastruktur und Grundversorgung Pflichtthemen zur Formulierung eines Leitbildes.

Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) hatte im Aufnahmeantrag bereits relevante Themen für Schmitten formuliert. Für die Erstellung und Umsetzung des IKEK ist nun schnellstmöglich eine Steuerungsgruppe zu bilden. Der sollten maximal 15 Personen angehören, möglichst aus jedem Ortsteil ein Vertreter. Die Gruppe sollte den Querschnitt der Fraktionen abbilden. Ihr sollten aber auch sachkundige Bürger angehören.

Politik kann außen vor bleiben

Die Bürgermeisterin wünscht sich für die Steuerungsgruppe einen guten Altersmix und die Beteiligung von Einheimischen wie Neubürgern. Und sie betont: »Die Zusammensetzung der Steuerungsgruppe muss nicht politisch abgestimmt sein.«

Außerdem weist sie darauf hin, dass die Steuerungsgruppe nicht identisch ist mit den Arbeitsgruppen. Die kommen erst später ins Spiel und bringen sich punktuell für bestimmte erst noch zu definierende Projekte ein. Die Steuerungsgruppe jedoch begleitet den gesamten Prozess bis Ende 2028. »Am Anfang gibt es natürlich mehr zu tun, da kann es sein, dass wir uns mehr als einmal im Monat treffen müssen«, so Krügers.

Erste Aufgabe der Steuerungsgruppe wird es sein die Auswahl zu treffen, welches Fachbüro den Dorfentwicklungsprozess begleiten soll. Angebote auf die Ausschreibung erwartet die Bürgermeisterin im Januar.

Stärken und Schwächen finden

Die Steuerungsgruppe wird sich danach moderiert vom Fachbüro damit befassen das Leitbild mit Zielen und Handlungsfeldern für öffentliche Vorhaben zu formulieren. Dazu ist eine Bestandsaufnahme sowie eine Stärke-Schwächen-Analyse nötig sowie die Erstellung eines Zeit-, Kosten- und Finanzierungsplans. Erst danach werden weitere Bürger in den Prozess eingebunden. Denn wenn es konkret um Dinge wie die Aufwertung des Ortsbildes, Verbesserung der Wohnqualität, Mobilität, das Schaffen von Begegnungsorten oder das Vorantreiben des sanften Tourismus geht, braucht es laut Krügers möglichst viele Ideen.

Schon jetzt Anträge stellen

Doch erst einmal muss die Steuerungsgruppe ihre Arbeit aufnehmen und das möglichst schnell. Wer darin mitarbeiten will, kann sich im Rathaus melden unter Telefon (0 60 84) 46 33 oder per E-Mail an hauptamt@schmitten.de oder dorfentwicklung@schmitten.de.

Ganz wichtig ist für die Bürgermeisterin die Information, dass Privatleute für die Sanierung von denkmalgeschützten Fachwerkhäusern schon jetzt Förderanträge über das Dorfentwicklungsprogramm stellen können.

Ansprechpartner hierfür sind im Amt für den ländlichen Raum des Hochtaunuskreises Sebastian Holtz unter Telefon (0 61 72) 9 99 61 64 oder per E-Mail sebastian.holtz@hochtauuskreis.de sowie Hannelore Gutte per Mail hannelore.gutte@hochtaunuskreis.de.

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