Glasfaser-Baustellen: FDP Schmitten schlägt Alarm

  • schließen

USINGEN/SCHMITTEN - (kh). In Usingen mehrt sich der Unmut über unzureichend abgeschlossene Baustellen nach der Verlegung von neuen Glasfaserleitungen - und in Schmitten schlägt die FDP Alarm. Bereits letzte Woche hatte sich Bernd G. in einer Mail an den UA über den mehr als grob geschotterten Weg zwischen Hattsteiner Allee und Hattsteinweiher beschwert;

der sei nicht mehr nutzbar, schon gar nicht mit Fahrrad, Kinderwagen oder von älteren Menschen mit Rollator. Tatsächlich sah der Weg so aus, als habe man schlicht und ergreifend vergessen, das Ganze noch einmal ordentlich mit der Rüttelplatte abzufahren. Die Stadt bestätigte auf Anfrage des UA denn auch, der Weg sei von der Firma Deutsche Glasfaser noch nicht endgültig wiederhergestellt worden; diese Maßnahme solle nun "mit Priorität" abgeschlossen werden. Allerdings gab es nicht nur über den Fußweg zum Hattsteinweiher Beschwerden, sondern von vielen Baustellen, an denen das Unternehmen tätig gewesen ist, so in der Herzbergstraße. Die Stadt hat nun viel damit zu tun, die Nachbesserungen zu überwachen.

Unterdessen sieht sich die FDP Schmitten angesichts des Ärgers in Usingen mit ihrer Kritik an der Kabelverlegungsqualität der Deutschen Glasfaser bestätigt. Wie berichtet, hatten die Liberalen zusammen mit FWG und SPD vor dem Abschluss des Glasfaservertrages mit der Deutschen Glasfaser ohne Ausschussberatung und Einholung eines Vergleichsangebotes gewarnt, wurden aber von der Mehrheitskoalition überstimmt. "Dabei haben schon damals Recherchen gezeigt, dass Beschwerden über die Tiefbauqualität der DG sehr augenfällig waren", so Dr. Uwe Ewerdwalbesloh von der Schmittener FDP. In Usingen zeigten sich nun "genau die von uns befürchteten Qualitätsprobleme- die Beschwerden von betroffenen Bürgern über defizitäre Bauausführungen, die beschädigte Straßen und Gehwege hinterließen, stapeln sich im Rathaus." Um solche Kollateralschäden bei den bevorstehenden Verlegungsarbeiten inSchmitten zu vermeiden, fordere die FDP eine engmaschige Kontrolle bei den Tiefbauarbeiten und ein sofortiges Eingreifen bei erkennbaren Problemen und vor allem eine transparente Meldemöglichkeit für betroffene Bürger." In der letzten Gemeindevertretersitzung vor der Sommerpause war das Anliegen von FWG, FDP und SPD, den Glasfaserausbau noch einmal im Ausschuss zu thematisieren, von CDU, Grünen und b-now erneut als unbegründet zurückgewiesen worden.

Das könnte Sie auch interessieren