Kriminalstatistik für Schmitten analysiert

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SCHMITTEN - (kh). Nach der Analyse der jüngsten Kriminalitätsstatistik für die Gemeinde Schmitten haben sich Bürgermeisterin Julia Krügers, ihre Kollegen vom Ordnungsamt und die Schutzfrau vor Ort, Katja Jokiel-Gondek, zufrieden gezeigt. "Die Gesamtkriminalität in Schmitten ist in den vergangen drei Jahren rückläufig. Von 274 auf jetzt 221 Straftaten - das halten wir für eine gute Entwicklung", teilte Krügers auf Anfrage des UA mit.

Die 221 Straftaten in Schmitten machen 2,5 Prozent der insgesamt 8 698 im Hochtaunuskreis erfassten Straftaten aus. Ein Blick auf die sogenannte Häufigkeitszahl (HZ), die die Polizei pro 100 000 Einwohner angibt: Dieser Wert liegt 2020 bundesweit bei 6 385, in Hessen bei 5446, im Hochtaunuskreis bei 3 671 und in Schmitten bei 2 330. Tatsächlich leben im Apfeldorf nur 9 487 Menschen; die HZ ist wie gesagt nur ein hochgerechneter Statistikwert.

Von den 221 Straftaten in Schmitten wurden im vergangenen Jahr 154 aufgeklärt, was eine Quote von 69,7 Prozent bedeutet. Zum Vergleich: 2019 lag die Aufklärungsquote in Schmitten leicht höher bei 71,9 Prozent; die Quote in Hessen lag 2020 bei 65,5 Prozent, im Hochtaunuskreis bei 58,7 Prozent.

Die top fünf Straftaten in Schmitten waren Sachbeschädigung (33 Fälle, 33,3 Prozent aufgeklärt), Bedrohung/Nötigung (24 Fälle, 91,7 % aufgeklärt), vorsätzliche leichte Körperverletzung (23 / 100 %), Waren- und Kreditbetrug (11 / 100 %) sowie Rauschgiftdelikte (111 erfasste und somit aufgeklärte Fälle).

Die gute und über dem kreisweiten Durchschnitt liegende Aufklärungsquote erklärt Julia Krügers mit den Kontrollen und der Präsenz durch Polizei und Ordnungsamt. "Allerdings gibt es auch viele Delikte, wo jemand direkt angezeigt wird, das heißt, wo der Täter direkt bekannt ist."

Was die top fünf Straftaten in Schmitten angeht, sieht die Bürgermeisterin vor allem Betrugsdelikte rund um Corona: "Ziel sind hier oftmals laut den Erfahrungen unser Schutzfrau vor Ort die Älteren, 70 bis 85 Jahre, die mobil sind und autark zu Hause wohnen. Hier gibt es Betrugsversuche wegen Corona, zum Beispiel rund um Impftermine. Die Polizei hat hier einen Flyer für Senioren entworfen zur Aufklärung. Dieser wurde bereits von Frau Jokiel-Gondek in Kooperation mit Silbergrau verteilt und Silbergrau informiert auf seiner Webseite."

Auch die Delikte Bedrohung/Nötigung/Stalking/Freiheitsberaubung seien im Lichte von Corona zu sehen. Krügers: "In der Pandemie sind mehr Menschen Zuhause, arbeiten im Home-Office, können nicht verreisen, nehmen vielleicht Dinge neu oder stärker war in der unmittelbaren Umgebung als früher. Manch einer ist da sensibler, das heißt Nachbarschaftsstreitigkeiten haben zugenommen, vor allen Dingen auch Nötigungen.

Die Rauschgiftdelikte, betont Krügers, müssten im Auge behalten werden. Diese seien durch Kontrollen der Polizei aufgedeckt worden. Hier werde insbesondere auch das Feldbergplateau mit kontrolliert und überwacht.

"Alles in allem sind wir zufrieden", sagt die Bürgermeisterin. "Außerdem sehen wir uns aktuell durch die sehr gute Kooperation des Ordnungsamtsteams und der Schutzfrau vor Ort gut aufgestellt."

Für Bürgerinnen und Bürger ist die Schutzfrau Katja Jokiel-Gondek unter Tel. 06081 / 9208108 sowie E-Mail svo.pst-usingen.ppwh@polizei. hessen.de erreichbar. Hier können auch Termine für ihre Bürgersprechstunden gebucht werden.

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