Lärm-Displays in Schmitten

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SCHMITTEN - (kh). An die Blitzer gewöhnt man sich als motorisierter Verkehrsteilnehmer schnell, spätestens wenn man das erste Knöllchen kassiert hat. Auch an die Geschwindigkeits-Messtafeln, die ein Schmoll-Gesicht zeigen, wenn man zu flott unterwegs ist, und einem mit einem Grinsen belohnen, wenn man sich ans Tempolimit hält. In Schmitten sind nun neue Lärm-Displays aufgestellt worden, zum Beispiel an der Kanonenstraße kurz vor der Hegewiese.

Hier appelliert ein Mädchen, das sich die Ohren zuhält, Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen. Das ist neu - und sorgt für Diskussionen. Etwa auf Facebook, wo (mit-) geteilt wurde, dieses Gerät zeige grundsätzlich "Leiser" an, unabhängig von Lautstärke und Geschwindigkeit. Ein Motorradfahrer habe zum Test sogar den Motor ausgeschaltet - und dennoch habe er ein "Leiser" kassiert. Dadurch fühlten sich die Zweiradfahrer "veräppelt", denn egal, wie rücksichtsvoll sie fahren: Sie könnten es dem Mädel auf der Tafel und damit den Anwohnern offenbar nicht recht machen. Arbeitet die Tafel also gar nicht lärmgesteuert? Oder ist die Anlage noch nicht ordentlich kalibriert? Und wer hat sie überhaupt aufgestellt? Der Erste Beigeordnete Hartmut Müller (CDU), der derzeit Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) im Rathaus vertritt, hat gegenüber dem UA erklärt, die neuen Lärm-Displays seien in Absprache zwischen der Gemeinde, HessenMobil und der Polizei als Maßnahme zur Bekämpfung des Verkehrslärms aufgestellt worden. Nach Auskunft des Ordnungsamtes funktionierten die Tafeln ordnungsgemäß und zeigten bei Beachtung ein grünes "Danke" an. Lärm-Displays werden seit 2015 eingesetzt und zeigen offenbar nachhaltig Wirkung.

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