Neue Tempo-60-Zonen in Schmitten

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SCHMITTEN - (kh). Was in den sozialen Medien vorab für mächtig Wirbel sorgte, wurde in der Gemeindevertretung nach relativ kurzer Diskussion einmütig zur weiteren Beratung in den Bau-, Planungs- und Verkehrsausschuss verwiesen: der jüngste Antrag der Koalition aus CDU, b-now und Grünen in Schmitten zur Vermeidung von Verkehrslärm und der Abwehr von Gefahren durch Raser.

Angeregt wird in dem Antrag die dauerhafte Einrichtung von neuen Tempo-60-Zonen auf den folgenden Streckenabschnitten: Ortsausgang Brombach Richtung Hunoldstal bis Abzweig Treisberg, Ortsausgang Treisberg bis zur ersten Spitzkehre, Ortsausgang Dorfweil Richtung Schmitten, Forsthausstraße Richtung Einfahrt Hegewiese, Ortsausgang Niederreifenberg bis Ortseingang Oberreifenberg, Abzweig Sandplacken/Oberreifenberg nach Oberreifenberg bis zum Ende der Parkplätze. Die FWG meldet an, im Ausschuss weitere "neuralgische Punkte" auf den heimischen Straßen zu benennen, die für eine Geschwindigkeitsbegrenzung infrage kommen.

Weil sich nach Ansicht der Koalition Geschwindigkeitskontrollen bewährt haben, wünscht sie sich eine Fortführung mobiler Blitzaktionen auf den Landstraßen im Gebiet der Großgemeinde Schmitten, weiter Hinweisschilder an den "Rennstrecken" (Einfahrtsstraßen aus Oberursel, Königstein sowie Weilrod) mit Appellen an die Raser und dem Verweis auf sonst drohende Fahrverbote (auch gemeinsam mit dem ADAC, wie derzeit in anderen Bundesländern praktiziert).

Der Gemeindevorstand soll ferner mit Blick auf den Haushaltsplan 2022 eine Zusammenstellung möglicher Maßnahmen mit Kostenschätzung vorbereiten; zum einen für eine Wiederinbetriebnahme der bestehenden oder die Aufstellung von neuen dauerhaften Blitzanlagen an den am meisten durch Verkehrslärm und "Rennen" betroffenen Wohngebieten, zum anderen für Verkehrsberuhigungsmaßnahmen vor und nach Zufahrten auf den Landstraßen innerhalb der Großgemeinde.

Der Koalition betont in der Begründung ihres Antrags, es gebe nach wie vor in den Monaten März bis Oktober vor allem an den Wochenende auf den Landstraßen im Gebiet der Gemeinde Schmitten Probleme wegen rücksichtloser Verkehrsteilnehmer, darunter Motorradfahrer, die Geschwindigkeitsbeschränkungen missachten mit zum Teil illegalen und viel zu lauten Auspuffanlagen, aber auch zunehmend sogenannte Poser mit getunten Autos, die illegale Rennen fahren. Dies führe zu gesundheitsschädlichem Lärm in einem Umfang, der für die betroffenen Bürger unzumutbar sei. Von der oft viel zu hohen Geschwindigkeit gehe zusätzlich eine erhöhte Unfallgefahr aus. Die zuständigen Behörden - die Verkehrsbehörde des Hochtaunuskreises und die Polizeidirektion - seien für die Landstraßen und ihre ordnungsgemäße Nutzung verantwortlich, sowohl öffentlich-rechtlich als auch strafrechtlich und daher zum effektiven und erforderlichen Handeln verpflichtet. Trotz der bisherigen Maßnahmen besteht das Lärmproblem weiter, es sind daher weitere Schritte notwendig.

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