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An der „Obernhainer Kreuzung“ ist es am Samstagabend zu einem Unfall gekommen.

Unfallschwerpunkt

Schwerer Unfall an »Obernhainer Kreuzung« - Neue Ampel soll Mitte Dezember in Betrieb gehen

Drei verletzte Personen, zwei verletzte Hunde, hoher Sachschaden - am Samstag kam es zu einem schweren Unfall auf der »Obernhainer Kreuzung«. Ähnliches soll eine Ampel zukünftig verhindern.

Wehrheim. Drei verletzte Fahrzeuginsassen, zwei verletzte Hunde und rund 80.000 Euro Sachschaden sind die Bilanz eines Unfalls, der sich am Samstagabend um 18.04 Uhr auf der »Obernhainer Kreuzung« bei Wehrheim ereignet hat.

Eine 30-jährige Pkw-Fahrerin eines grauen Toyota aus Bretzenheim befuhr die Straße »Unter den Linden« aus Richtung Obernhain in Richtung L 3041 und wollte diese überqueren. Ein 45-jähriger aus Frankfurt war mit seinem schwarzen Ford S-Max die L 3041 aus Richtung Wehrheim in Richtung Neu-Anspach unterwegs. Die Toyota-Fahrerin fuhr in den Kreuzungsbereich ein und missachtete die Vorfahrt des Fahrers des S-Max. Trotz einer Vollbremsung konnte ein Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden und der S-Max fuhr mit der Fahrzeugfront in die Beifahrerseite des Toyota. Durch den Aufprall überschlug sich der Toyota. Die beiden Insassen des Toyota und der Fahrer des S-Max wurden leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Im Fahrzeug des Frankfurters befanden sich zwei Hunde, die ebenfalls leicht verletzt wurden. Sie wurden von Angehörige in Empfang genommen und zu einem Tierarzt gebracht. Aufgrund der Unfallaufnahme, der Bergung der Fahrzeuge und der notwendigen Fahrbahnreinigung war die L 3041 zwischen Neu-Anspach und Obernhain rund 2,5 Stunden vollgesperrt.

Obernhainer Kreuz soll sicherer werden

Bereits in der Vergangenheit hatte es an dieser Stelle immer wieder Unfälle gegeben, sodass dort nun eine Ampelanlage gebaut wird. Ein bisschen Geduld müssen die Verkehrsteilnehmer aber noch aufbringen, bis diese endlich in Betrieb gehen kann. Das hatte Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) dem Bau- und Verkehrsausschuss am Mittwochabend berichtet. Die Stromkabel liegen zwar bereits, aber erst für 10. Dezember sei die Inbetriebnahme angekündigt, bestätigte Bauamtsleiter Frank Dechert.

An dem inzwischen als Unfallschwerpunkt eingestuften Kreuzungsbereich wird die L 3041 als Hauptverkehrsader beziehungsweise »bevorzugte Fließrichtung« eingestuft und daher wird sie für die Fahrtrichtung Neu-Anspach - Köpperner Tal vorrangig bedient, will heißen, hier steht die Ampel standardmäßig auf Grün. Durch Detektoren wird die Ampel in dieser Fahrtrichtung nur dann auf Rot und für den Querungsverkehr von/nach Obernhain auf Grün geschaltet, wenn ein Fahrzeug sich der Kreuzung aus oder in Richtung Obernhain nähert, erklärte Dechert die geplante Ampelschaltung.

Wie lange dann diese Grünphase dauert, also wie viele Fahrzeuge passieren können, das sei noch nicht klar, so Dechert auf Nachfrage von Andreas Bloching (FDP). Um die Verkehrsgeschwindigkeit im Kreuzungsbereich zu verlangsamen, ist schon im März dieses Jahres die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 70 km/h gesenkt worden, erinnerte Sommer.

Allerdings werde hier nach wie vor zu schnell gefahren, weshalb eine Ampel die dauerhaft sichere Lösung sei. Das beweise auch die Auswertung der fest installierten »Blitzer-Anlage«, die allein in den vergangenen vier Wochen über 2400-mal ausgelöst wurde, berichtete Sommer. Trotz Ampel solle die »Blitzer-Anlage« bestehen bleiben, denn es sei zu erwarten, dass in der Gelb-Phase viele nochmals Gas geben, um schnell noch durchzuhuschen, so der Bürgermeister.

Aus der Redaktion/Ingrid Schmah-Albert

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