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Gregory Danvoie machte es vor und bald hatten alle den Schritt drauf.

Tanzspaß nach flotten Klängen

Neu-Anspach (fms). Tanzen hält fit und macht Spaß, und es gibt so viele Angebote, dass praktisch jeder seinen Tanz findet. Ob mit oder ohne Tanzpartner. Gerade letztere Kategorie ist auf dem Vormarsch: ohne Partner, aber in der Gruppe, von der Kleingruppe bis zu zahlenmäßig stattlichen Formationen. Line Dance schließt eine Fülle von Tanzstilen ein, die vor allem von Jugendlichen kultiviert werden.

Die Musik ist ein wesentlicher Bestandteil und bestimmt die Choreografie. Diese orientiert sich, was der Name »Line Dance« schon ausdrückt, an einem Muster, bei dem die Tänzer in einer Linie nebeneinander und hintereinander stehen. Traditionell ist der Bezug des Line Dance zur Country-Musik, aber Pop tritt immer mehr in den Vordergrund.

Neue Angebote beim TSC

Auch beim TSC Grün-Gelb wird Line Dance in regelmäßigen Kursen im Tanzzentrum (TZ) in Westerfeld angeboten. Jetzt mussten die Line Dancer allerdings ausweichen, denn selbst der große Saal im TZ war für den Workshop zu klein. Auch ohne Corona-Regeln stehen die Tänzer auf Abstand und füllten damit am Dienstagabend den großen Saal des Bürgerhauses. Rund 30 Teilnehmer standen gleichzeitig auf dem Parkett, wurden mit vertrauten Choreografien von den vertrauten Trainern des TSC »aufgewärmt« und waren gespannt, was die eingeladenen Gasttrainer danach zu bieten hatten.

Im Rahmen ihrer »Streamline Christmas Tour 2021« waren vier der angesagtesten Trainer in die Kleeblattstadt gekommen. Vier Auftritte waren in Deutschland geplant, Workshops in Bayern wurden wegen der Pandemie abgesagt. Mit 2-G waren die Tänzer und Trainer unter sich, und die Stimmung steigerte sich von Tanz zu Tanz. Dann kamen die heiß erwarteten Gasttrainer, angeführt von Daniel Trepat, auf die Bühne: Der Niederländer Daniel Trepart war 14 Mal Weltmeister im Line Dance, wurde mit Preisen als bester internationaler Trainer ausgezeichnet und hat mehr als 200 Tänze choreografiert.

Auch José Miguel Belloque Vane ist ein Weltmeister mit über 200 Choreografien und Crystal Boot Award Gewinner, die höchste Auszeichnung im Line Dance, der jährlich im britischen Blackpool verliehen wird.

Zum Streamline Team gehören auch Gregory Danvoie, ebenfalls Line Dance Choreograf, und Turniertänzerin Chloe Ourties, die assistierte.

Vier neue Tänze standen auf dem Programm des Abends. Danvoie legte los mit einer Choreografie namens »One more night with you«. Auf der Bühne zeigte er die Schritte und dass er schon fortgeschrittene Tänzer vor sich hatte, war gleich bei den ersten Schrittfolgen zu beobachten.

»Kick ball change«, »Shuffle«, »Chassé« die Begriffe waren vertraut. Vor allem beim Trainer sah es cool und geschmeidig aus, aber auch vor der Bühne wurden die kollektiven Schritte immer flüssiger. An Spaß fehlt es schon beim Einstudieren eines neuen Tanzes nicht, und wenn die Choreo sitzt und die Musik ein wenig aufgedreht wird, schnellt die Stimmung noch einmal in die Höhe.

Viel mehr Frauen am Start

Dass der Workshop mit Party-Faktor allen Laune machte, war auch den jederzeit zu Späßen aufgelegten Trainern zu verdanken. Nebenbei bemerkt sei, dass es bei den Line Dance Fans überproportional mehr Tänzerinnen gibt und so waren auch im Neu-Anspacher Bürgerhaus nicht mehr als drei Männer dabei. Umso lockerer ging es zu. Die Teilnehmer kamen nicht nur aus dem gastgebenden Verein, sondern der angebotene Workshop, mit den in der Szene bekannten Namen, zog die Line Dancer über die Region hinaus an. Profitiert durch Spenden, so beim T-Shirt-Verkauf, hat auch die Line Dance Foundation, eine wohltätige Vereinigung der Line Dance-Szene. Organisiert wurde das Line Dance-Spektakel von Ulrike und Wolfgang Redlich (TSC) sowie Alexander und Heike Heil, letztere wie auch Wolfgang Redlich Line Dance-Trainer bei Grün-Gelb. Ein Einsteigerkurs im Westerfelder Tanzzentrum findet donnerstagvormittags statt. Infos unter www.tsc-neu-anspach.de.

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