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Thomas Willroth gibt Mandat ab

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Thomas Willroth gibt sein Mandat zurück, er weiß, dass die FWG in der Schmittener Gemeindevertretung unter anderem mit Katja Bausch, seinem Nachrücker Mike Dinges, dem Fraktionsvorsitzenden Rainer Löw und Hans Kurdum (von links) bestens aufgestellt ist. © Red

Schmitten (evk). Nicht einmal ein Jahr nach der Kommunalwahl gibt es bei der Schmittener FWG eine personelle Veränderung in der Gemeindevertretung. Thomas Willroth hat sein Mandat zurückgegeben. Nachrücker ist der ehemalige CDU-Mann Mike Dinges. In einem Treffen mit dem Fraktionsvorsitzenden Rainer Löw sowie den Fraktionsmitgliedern Katja Bausch und Hans Kurdum führt Willroth unter anderem Altersgründe für seinen Rücktritt an.

»Es gibt inzwischen angenehmere Sachen als Kommunalpolitik«, meinte der 72-Jährige und ergänzt: »Ich möchte die Zeit mit meiner derzeit acht Monate alten Enkelin genießen.«

Mehr Zeit für das Enkelkind

Der Hunoldstaler hatte im Hinblick auf das zu erwartende freudige familiäre Ereignis nur auf Platz 17 kandidiert, war aber auf Platz acht vorgerückt. Laut Löw war Willroths gutes Wahlergebnis dessen langjähriger Arbeit als Fraktionsmitglied und später im Gemeindevorstand, seiner Verlässlichkeit und seinem breiten Wissen zu verdanken. Willroth hatte sein kommunalpolitisches Engagement gemeinsam mit Löw und Bernhard Eschweiler begonnen und als Neuling den Fraktionsvorsitz übernommen.

In der vorangegangenen Legislaturperiode vertrat Willroth die FWG im Gemeindevorstand. Dabei teilte er sich zusammen mit dem Ersten Beigeordneten Hartmut Müller (CDU) lange Zeit auch die Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Marcus Kinkel (parteilos). »Thomas hat die FWG geprägt und bleibt uns bis zur nächsten Vorstandswahl zum Glück als Vorsitzender erhalten«, freuen sich die Freien Wähler.

Mike Dinges rückt ins Parlament nach

Willroth war es auch, der zusammen mit Eschweiler bei der Listenaufstellung Mike Dinges für die FWG an Land gezogen hat. In der Diskussion um den Bau des Kunstrasenplatzes in Niederreifenberg hatte Willroth den damaligen CDU-Mann schätzen gelernt. Dinges hatte zwei Legislaturperioden lang die Christdemokraten im Parlament vertreten, war 2011 sogar von Listenplatz 16 auf Platz 4 hoch kumuliert worden, hatte aber 2015 seine Kandidatur zurückgezogen und war aus der CDU ausgetreten.

Einen ähnlichen Sprung nach oben machte der heute 46-Jährige bei der Wahl im vergangenen Jahr für die FWG, als er von Platz 19 auf die erste Nachrückerposition gewählt wurde. »Als Bub aus dem Ort ist er für die Niederreifenberger ein wichtiger Ansprechpartner«, ist Löw überzeugt. Außerdem bringe er reichlich Erfahrung aus der Gemeindevertretung mit. Das sei gut für die Fraktion, in der sich vier neue Gemeindevertreter, neben Bausch und Kurdum sind das Dieter Schöpp und Lars Löw, hervorragend einbringen würden.

»Mit dem Nachrücken von Dinges kommen wir dem Wählerwillen nach«, sagt Kurdum mit einem Seitenhieb in Richtung CDU. Die habe das in der vergangenen Legislaturperiode nicht immer so gehandhabt. Laut Löw setzt sich die CDU als stärkste Fraktion auch über Dinge hinweg, die zwar gesetzlich geregelt sind, aber nicht dem guten Stil entsprechen. So stelle die CDU nicht nur den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, sondern im Gemeindevorstand den Ersten und den zweiten Beigeordneten. In dieses Bild passe auch, dass die Opposition grundsätzlich abgebügelt werde. »Was unseren Antrag zum Hochwasserschutz angeht, muss man da schon von Fahrlässigkeit sprechen«, findet Löw.

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