UA-Wochensplitter: Respekt vor den "Corona-Jahrgängen"

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Das Auf und Ab der Pandemie hat ein anderes Thema, das im Usinger Land ebenfalls häufig kontrovers diskutiert worden ist, ein bisschen in den Hintergrund gedrängt: die Elektrifizierung der Taunusbahn. Es gibt viele gute Argumente dafür, die S-Bahn-Züge der Linie S5 bis Usingen (und in einem zweiten Schritt dann natürlich bis Grävenwiesbach) fahren zu lassen, wenngleich die im Vergleich zur ursprünglichen Planung deutlich in die höhe geschossenen Kosten natürlich einen gewissen Wermutstropfen darstellen.

Ein deutlich größerer Wermutstropfen ist es, dass sich die Strecke leider nicht von alleine umbaut. Wie der Geschäftsführer des Verkehrsverbands Hochtaunus (VHT), Frank Denfeld, in dieser Woche sagte, droht eine sechsmonatige Sperrung der Taunusbahnstrecke. Bleibt es bei den aktuellen Planungen, wird dies voraussichtlich zwischen April und September 2023 der Fall sein. Für die Pendler soll in dieser Zeit einen Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Dass die Straßen Richtung Frankfurt in dieser Zeit noch ein wenig voller sein werden, wird wohl nicht ausbleiben. Ob "voll sein" ein besonders eleganter Übergang zu den Abi-Feiern ist, sei mal dahingestellt. Aber zweifelsfrei ist es eine gute Nachricht, dass zumindest an der Saalburgschule und der Christian-Wirth-Schule am gestrigen Freitag Abi-Feiern stattgefunden haben - auch wenn sie vielleicht etwas "kleiner" ausgefallen sind als in den Zeiten vor "Corona".Überhaupt gebührt den jungen Menschen, die - egal auf welcher Schule - in diesen Zeiten ihren Abschluss stemmen mussten, jeder Respekt. Die Belastungen und Vorbereitungen in einer Prüfungsphase sind immer eine Herausforderung, in Zeiten von Corona werden sie nicht kleiner gewesen sein. Insofern: Feiert Euren Erfolg ordentlich! Und wer weiß, vielleicht haftet den Absolventen dieser Zeiten ja gar nicht so sehr das Stigma der "Corona-Jahrgänge" an. Vielleicht ist es eher so, dass sich ein potenzieller Arbeitgeber sicher kann, widerstandsfähige junge Menschen zu bekommen, die sich nicht so leicht unterkriegen lassen.Unterkriegen lassen haben sich auch die Westerfelder von dem Unwetter nicht, dass sich vor einigen Wochen über dem Neu-Anspacher Stadtteil entladen hat. Aber massive Schäden und entsprechende Kosten hat es trotzdem hervorgerufen. Das Spendenkonto, das die Stadt Neu-Anspach und das DRK eingerichtet haben, hat sich halbwegs gut gefüllt. Aber eben nur halbwegs. Die Stadt betont, dass die Spenden keinesfalls der Stadt, sondern ausschließlich Privatpersonen zugutekommen sollen. Wer noch ein bisschen Geld spenden möchte, findet auf der Homepage der Stadt die entsprechenden Bankdaten.Bleibt mir nur noch, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein entspanntes Wochenende zu wünschen. Ohne Unwetter, mit viel Sonne!

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