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Umzug des Bauhofs ebnet Weg für neuen Wohnraum

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Wehrheim (inf). Auch wenn der Baubetriebshof der Gemeinde Wehrheim noch funktionsfähig ist, so ist er doch in die Jahre gekommen. Gerade die Toilettenanlagen seien dringend sanierungsbedürftig, so Sebastian Sommer (CDU) im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) der Gemeinde Wehrheim. Aus diesem Grund findet sich im neuen Haushaltsplan der Gemeinde ein Ansatz von 40 000 Euro, der für die Sanierung des »stillen Örtchens« vorgesehen ist, damit man dort wieder »in Ruhe seinem Geschäft nachgehen kann«, so Sommer.

Bald jedoch könnte diese neue Toilettenanlage dann obsolet sein - dann nämlich, wenn ein neuer Baubetriebshof errichtet wird.

In diesem Zusammenhang kam im Ausschuss die Überlegung auf, ob man den Planansatz für den Neubau des Baubetriebshofs nicht jeweils um ein Jahr nach hinten schieben könnte, wenn man schon die Toiletten saniere.

»Wegen der finanziellen Lage, in der sich Wehrheim momentan befindet, sollten wir darüber nachdenken, ob die finanzielle Doppelbelastung Feuerwehr und Baubetriebshof nicht vermieden werden kann, vor allem dann, wenn sowieso neue Toiletten eingebaut werden sollen. Allerdings würde ich mir eine Entscheidung darüber im Rahmen des HFA nicht so einfach zutrauen«, sagte Klaus Schumann von der FDP.

Haushalt auf Messers Schneide

Auch Patrick Fuß (SPD) sah den finanziellen Engpass, dem die Gemeinde momentan ausgesetzt ist, bei der derzeitigen Haushaltsplanung: »Wir planen wirklich auf Messers Schneide, was die Investitionen angeht. Wir haben für die Tilgung unserer Schulden zu sorgen. Natürlich ist so ein Neubau teuer und der Bauhof ist momentan tatsächlich an einem ungünstigen Platz. Allerdings müssen wir dafür sorgen, dass unsere Leute vernünftige hygienische Maßnahmen vorfinden, solange dort noch nicht gebaut ist.«

Dass der Neubau des Baubetriebshofs übrigens nicht so einfach verschoben werden kann, darauf machte der Vorsitzende des HFA, Oliver Matyschik, aufmerksam: »Mit dem Neubau des Bauhofs ist ja auch die Entwicklung der frei werdenden Fläche für die Wohnraumnutzung verbunden.« Eine Verschiebung der Pläne sei somit ein zweischneidiges Schwert.

Denn das Areal, auf dem der alte Baubetriebshof zu finden sei, sei im Besitz der Gemeinde und somit extrem gut dafür geeignet, dort bezahlbaren Wohnraum zu errichten.

»Wir haben hier eine einmalige Möglichkeit, schnell Wohnungen zu errichten, den wir selbst nach unseren Vorstellungen planen können. Diese Chance sollten wir nicht ungenutzt verstreichen lassen«, so Matyschik weiter. Denn so viele Grundstücke habe die Gemeinde nicht.

Aus diesem Grund sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss schließlich dafür aus, zunächst tatsächlich die Toiletten des alten Baubetriebshofs in einem »würdigen« Zustand zu versetzen. »Denn bis der Neubau dort steht, werden dort sicherlich noch die einen oder anderen Geschäfte getätigt«, scherzte Sommer.

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