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Viele Themen beschäftigen die Stadt im neuen Jahr - darunter auch das Nahmobilitätskonzept, in dem Radfahren und Radwege eine Rolle spielen werden.

Ein Jahr, in dem sich ein Stadtbild wandelt

USINGEN . Um alle Themen aufzuzählen, die in der Stadt im neuen Jahr entweder fertig werden, einen ordentlichen Vorschub erhalten oder angestoßen werden, bräuchte man eine ganze Zeitungsseite. Beschränken wir uns auf die wichtigsten Vorhaben.

Fest in der Planung ist die Bebauung auf dem alten Klinik-Gelände und der ehemaligen Konrad-Lorenz-Schule an der Hattsteiner Allee. Bereits Ende vergangenen Jahres waren die ersten Arbeiten für die Neubauten durch, der Abriss war erstaunlich schnell erledigt. Bis Ende des Jahres sollen die ersten Bewohner eine Heimat gefunden haben.

Fertig wird nach Plan auch der Glasfaserausbau in der Stadt. Sprich: Schnelles Internet für alle, die die Chance für einen Anschluss genutzt haben. Wer jetzt noch will, muss tiefer in die Tasche greifen und die Tiefbauarbeiten selbst bezahlen.

Fest eingeplant und umgesetzt werden sollen 2022 diverse Baumaßnahmen an Dorfgemeinschaftshäusern wie in Kransberg (Dach) oder Merzhausen (ebenfalls Dach und Prüfung der Bausubstanz). In Wilhelmsdorf geht es um die Sicherstellung des Brandschutzes.

Bürgermeisterwahl am 6. Februar

Unter »Fertig« läuft auch die Bürgermeisterwahl, die am 6. Februar ansteht. Ab der zweiten Januar-Woche startet der einzige Kandidat Steffen Wernard (CDU) seine Werbetour online, aber auch mit Hausbesuchen. Eine Stichwahl wird’s nicht geben.

Die Scheunengasse wird in 2022 auf jeden Fall abgeschlossen und der erste Bereich in Usingen, der deutlich verkehrsberuhigt sein wird. Gleichberechtigung von allen Verkehrsteilnehmern mit hoher Aufenthaltsqualität - aber man wird sehen. Das hieß es ja auch vom Gelände Alter Marktplatz, für den nun auch wieder Verschönerungen geplant sind.

Was lange diskutiert wird, wird endlich gut - oder auch nicht, je nach Sichtweise. Auf jeden Fall will der Hochtaunuskreis die Ergebnisse für seine Fahrradplanung vorlegen, in der alle Orte über 500 Einwohner betrachtet und bedacht wurden.

Die Nordostumgehung fällt ebenfalls in diesen Bereich, denn Hessen Mobil möchte 2022 die Offenlage der Planung vornehmen. Sprich: Ein entscheidender Schritt ist dann getan, da die überarbeiteten Planungen mehr als zwei Jahre gedauert haben, aber nun rechtssicher sein sollen. Prozesse wird’s trotzdem geben.

Schwierig einzuordnen ist der Umbau der Bahnhofstraße, der zwar 2021 angestoßen wurde, für den aber eine detaillierte Planung erst in diesem Jahr auf den Tisch kommt. Dann wird sich zeigen, ob der bereits beschlossene Kreisel nicht Bestand hat.

Dazu gehört übrigens auch der Bebauungsplan für Lidl, denn kommt ein Kreisel, braucht die Stadt ein Stück Gelände, zudem will der Markt erweitern. Die Offenlage des Planes ist geplant.

Vorwärts geht es auch beim alten Landratsamt. Hier möchte die Stadt endlich das Baurecht schaffen. Einen Fortschritt gibt’s beim städtebaulichen Programm ISEK, das eine vielfältige Themenwahl in sich trägt. Attraktivität der Stadt erhöhen ist hier die Generalüberschrift.

Das gilt auch für das Nahmobilitätskonzept. Das wird im ersten Quartal vorgestellt - so der Plan. Und geht dann in die Diskussion mit den Bürgern. Am Ende soll eine Stadt stehen, in der nicht der Verkehr die Welt regiert, sondern alle gleichberechtigt sind, schnell mit dem ÖPNV von A nach B kommen und alle sich wohlfühlen. Wichtig ist: Die Bürger werden mitreden müssen.

Und: Die Auswertung vom Projekt Kompass kommt auf den Tisch. Ein Machwerk, das durch Befragung einer repräsentativen Anzahl von Usingern entstand. Es geht um Sicherheit in der Stadt, Problemzonen und gefährliche Straßenzustände. Das Projekt soll dann als Grundlage für weitere Entscheidungen dienen.

Weiter gehen soll es auch mit der Ortsumfahrung Merzhausen. Hier steht ein Gutachten aus, das für die weitere Planung wichtig ist und das Rechtssicherheit geben soll für die Umsetzung.

Klar: Das Großprojekt Feuerwehr darf nicht fehlen. Hier entsteht nun nach allen politischen Beschlüssen die Detailplanung, sobald der entsprechende Auftrag an ein Planungsbüro vergeben ist. Und: Das Technikzentrum als Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit ist ein Teil davon.

20 weitere Häuser für Schleichenbach I

Die Idee gibt es längst, aber 2022 soll endlich fürs Gebiet Herrengarten in Wilhelmsdorf ein Bebauungsplan auf den Tisch. Das gilt auch für ein kleines Baugebiet namens Schleichenbach II/b. Die Stadt plant sozusagen eine Abrundung im Anschluss ans bestehende Baugebiet in Richtung Anspach. Etwa 20 Häuser könnten es werden.

Und: Das gilt auch für eine Fläche oberhalb vom Rewe in der Weilburger Straße. Ein kleines Baugebiet neben der Straße »Alter Usinger Weg« mit etwa 25 Wohneinheiten könnte entstehen. Auch soll nun in diesem Jahr erst einmal ein B-Plan auf den Tisch, zeitgleich könnte dort mit einem größeren Kanal die Entwässerung der bereits bestehenden Häuser sichergestellt werden.

Dass sich auch beim Gewerbe etwas tun wird, versteht sich, denn die Stadt hat keine Flächen mehr. Angedacht ist eine Erweiterung des Gewerbegebietes unterhalb des ehemaligen Gartenmarktes Schorn - jetzt Tier und Garten Seikritt.

Hinter diesem Gelände in Richtung Kreisel soll es eine Fläche geben, um Gewerbetreibende ansiedeln zu können respektive vorhandenen Unternehmen eine Ausweitung zu ermöglichen. Das wird aber 2022 erst angestoßen und muss erst einmal politischer Wille werden - wie viele diese Planspiele von Verwaltung und Bürgermeister Wernard.

Angegangen werden sollen auch die Planungen für den Umbau Obergasse, Schlossplatz und Vorplatz der CWS. Die Straße selbst sollte eigentlich 2020 bereits erneuert werden, was aber die Stadt verhindern konnte.

Denn der Handel hatte in diesem Jahr genug Ärger mit dem Komplett-Umbau der Innenstadt zu ertragen.

Und nun will die Stadt eine Art Gesamtkonzept auf den Tisch legen, in dem der genannte Bereich aus einem Guss geplant wird. Der Schulhof braucht auf jeden Fall eine Sanierung, der Schlossplatz ist nicht gerade attraktiv, und die Obergasse ist mit Erneuerung von Kanal und Wasser, Straßenbelag und Gehwege dabei. Wie dann das Ganze aussehen könnte, das soll in diesem Jahr präsentiert werden.

Wie gesagt: Viele weitere kleinere Planungen sind noch im Haushaltsplan zu finden. Wer sich die Zeit nehmen möchte: Er ist auf der Homepage der Stadt zu finden.

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