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Nach dem Aussendesegen der Kransberger Kirche St. Johannes der Täufer sind die jungen Sternsinger bereit, unter den aktuellen Hygieneauflagen den Segen für das neue Jahr im Dorf zu verteilen.

Unter anderen Umständen

Usingen-Kransberg (msc). Wie in jedem Jahr zogen am vergangen Samstag die »Heiligen Drei Könige« durch Kransberg. Wenn es auch leider corona-bedingt letztlich nur zwei Könige waren. Denn der Schatten der Pandemie mit all den Einschränkungen lag wie überall über dieser lieb gewordenen alten Tradition. Dafür wurde die Aktion Dreikönigssingen 2022 aber zusätzlich am Sonntag fortgesetzt.

Und so wurden vier Sternsinger am Samstagmorgen in der Kransberger Kirche St. Johannes der Täufer, die zur Pfarrei St. Franziskus und Klara Usinger Land gehört, mit dem Ausgangssegen bedacht. Zwei von diesen Sternsingern zogen danach von Haus zu Haus. »Wir haben mit Sophia und Julian extra ein Geschwisterpaar ausgesucht, die gemeinsam die Heiligen Drei Könige vertreten und nur bei vorher gemeldeten Familien haltmachten«, berichtete Annamaria Gebhardt. Sie hatte sich wie in jedem Jahr um die Aktion Dreikönigssingen gekümmert.

Wegen der Einhaltung der Hygieneregeln konnten die Sternsinger am Samstag nicht jeden Haushalt besuchen. Immerhin 17 Familien hatten sich aber zuvor gemeldet, die den Segen der Könige als Botschaft als Kreidezeichen »20*C+M+B+22« samt dem Segen »Christus segne dieses Haus« über den eigenen Haustüren lesen wollten. Im Gegenzug sammelten sie Spenden für Gleichaltrige in Not.

Segen »to go« an Haltestellen

Alternativ ging es am Sonntag weiter mit dem Segenverteilen. Wer sich diesen lieber selbst bei den Sternsingern abholen wollte, dem boten sie an den Sternsinger-Haltestellen an der Bushaltestelle »Am Kurberg«, am Glascontainer in der Hardtstraße, am Feuerwehr-gerätehaus und in der Alten Pfarrscheune in der Schlossstraße die Segens-Weitergabe. An diesem Tag waren Felix, Lena und Melanie als Sternsinger eingeteilt.

Die diesjährige Aktion fand erneut für benachteiligte Kinder in aller Welt statt. Diesmal lautete das Leitwort »Gesund werden - gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit«. Es ist in diesem Jahr bereits die 64. Auflage des Dreikönigssingens. Annamaria Gebhardt berichtete, dass anhand von Beispielprojekten in Ägypten, Ghana und dem Südsudan gezeigt werde, wo die Hilfe der Sternsinger ankommt und vor allem, wie die Gesundheitssituation von Kindern verbessert werde. »1959 wurde die Aktion erstmals gestartet«, erklärte sie. Inzwischen sei das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren.

Rund 1,23 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart mit mehr als 76 500 Projekten für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk »Die Sternsinger« und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend.

Corona geschuldet, konnte der Segen der Heiligen Nacht übrigens auch per Video empfangen werden. Auch danach gab es die Möglichkeit, etwas in eine digitale Spendendose einzuzahlen.

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