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Heike Anders (von links), Hans Joachim Borck, Reiner Fritz, Dirk Vielhauer, Ann-Carin Hahn-Köding, Bernhard Müller und Birgit Hahn bilden den Vorstand des Vereinsrings Usingen.

Coronavirus-Pandemie

Usinger Weihnachtsmarkt nun doch auf der Kippe

Erst sollte der Weihnachtsmarkt in Usingen auf jeden Fall stattfinden, nun steht er doch auf der Kippe. In der Buchfinkenstadt rechnet man wegen der Corona-Lage mit Auflagen seitens der Politik.

Usingen. Der Weihnachtsmarkt Ende November in der Buchfinkenstadt steht nun wohl doch auf der Kippe. Dies teilte Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) am Freitagabend in der Herbstversammlung des Vereinsrings mit. Die Auflagen wegen Corona seien möglicherweise doch nicht einzuhalten, da der Markt von allen Seiten zugänglich sei. Die Stadt bedaure dies sehr, aber es könne sein, dass der Markt abgesagt werden müsse. »Das Ziel bleibt, ihn stattfinden zu lassen. Aber wir müssen abwarten, welche Auflagen in der kommenden Woche seitens der Politik beschlossen werden«, präzisierte Wernard auf Nachfrage dieser Zeitung am Sonntag. Der Weihnachtsmarkt werde auf jeden Fall auf die Unterstützung der holländischen Freunde mit Nikolaus und Swarte Piet verzichten müssen, wie im Laufe des Abends noch bekannt wurde.

Ansonsten war die Versammlung zufrieden. Vorsitzender Bernhard Müller konnte nur wenig berichten, da aufgrund der Pandemie vieles nicht habe stattfinden können. Beim » Gelben Heft« war am Sonntagabend Redaktionsschluss, wie Schriftführer Hans-Joachim Borck mitteilte. Es soll wieder zwischen den Jahren verteilt werden.

Jens Kröger vom Schützenverein gab einige Fakten zum großen Jubiläum der Schützen im Juni 2022 bekannt. So soll es unter anderem eine akademische Feier sowie einen Schützenball und einen Festumzug geben. Bei letzterem diskutierte die Versammlung kurz, wie dieser am besten zu organisieren sei. Von der Feuerwehr kam die Idee, die Menschen auf dem Schloßgartencampus zu versammeln und den Umzug vor deren Augen zu präsentieren. Kröger hatte dargelegt, dass die Schützen an neuralgischen Punkten haltmachen und etwas demonstrieren wollten. »Mit einem klassischen Umzug erreichst du die Menschen nicht mehr«, war sich der Vereinschef sicher. Die Idee der Feuerwehr gefiel ihm aber gut, so dass darüber noch einmal nachgedacht werden soll.

Nadine Fork von der Stadtverwaltung stellte sich ausführlicher vor. Sie ist für das Management der Ehrenamtslotsen zuständig und kümmert sich auch um deren Ausbildung.

Bei den Wahlen gab es keine Überraschungen: Heike Anders bleibt 2. Vorsitzende, Dirk Vielhauer der Kassierer und die beiden Beisitzer, Birgit Hahn und Ann-Carin Hahn-Köding, wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt.

Das Schloßgartenfest soll am 13. August 2022 stattfinden. Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang die Anschaffung eines Spülmobils, was die Feuerwehr anregte. Hier müsse zwar ziemlich Geld in die Hand genommen werden, aber die Anschaffung lohne sich längerfristig, da Veranstaltungen ja künftig ohne Plastikbehältnisse organisiert werden sollen. Man müsse sich einig werden, wo das Spülmobil gelagert werden solle und wie die Vermietung möglich sei. Diskutiert wurde zudem über die Belegung der Ortsanschlagstafeln, die bestimmte Veranstaltungen bewerben. Deren Vergabe liegt derzeit in den Händen von Ute Harmel von der Wirtschaftsförderung der Stadt. Man sollte sich einig werden, welche Vereine und welche Veranstaltungen dort angekündigt werden sollen.

Von den Städtepartnerschaften war zu hören, dass die Freunde aus Holland wohl derzeit keinen Besuch in Usingen planen. Die französischen Freunde werden dagegen wohl im kommenden Jahr besucht, damit das Jubiläum, 30 Jahre Partnerschaft, nachgefeiert werden könne. Es soll dann auch wieder eine Radtour geben.

Die Zahl der Mitgliedsvereine liegt bei 65. Allerdings werden zum Ende des Jahres drei Vereine ausscheiden: Die Vogelschutzgruppe Merzhausen, der Förderverein Diakonie und die Verkehrswacht.

Bernhard Müller sprach noch die Frage der Integration von Menschen mit Behinderung in den Vereinen an und ermutigte dazu, dies in den eigenen Reihen zu versuchen. Der Vorstand wolle diesbezüglich mit dem IB einen Gesprächstermin vereinbaren. Birgit Hahn regte zudem an, dass eventuell die Ehrenamtslotsen in diesen Fragen behilflich sein könnten.

Christina Jung

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