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Viele kleine Lichter in der Dunkelheit

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Aufmarsch am Gerätehaus, von wo aus die DRK- und Feuerwehrfahrzeuge - mit Tausenden Lichtern geschmückt - auf Fahrt gehen. © Red

Neu-Anspach (fms). Da hatten die Retter von Feuerwehr und DRK eine grandiose Idee: Statt der vielen St. Martins- beziehungsweise Lichterumzüge, die in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden, retteten sie vor allem für die Kinder das Brauchtum und die magische Atmosphäre, die von vielen kleinen Lichtern in der Dunkelheit ausgeht.

Allerdings: Statt »Rabimmel, rabammel, rabumm« war »Tatütata« die Losung des Abends, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch. Bei Einbruch der Dunkelheit fuhren die Einsatzfahrzeuge des DRK Ortsverbandes Neu-Anspach vor der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Anspach auf, auch die Ortsteilwehren aus Rod am Berg und Hausen-Arnsbach rückten an und nahmen Aufstellung. Bis dahin hatten die Beteiligten schon einige Stunden Arbeit investiert. Allein die Drehleiter war mit 14 Lichterketten geschmückt worden, über 3000 Lichter erstrahlten auf den Fahrzeugen der Anspacher Wehr.

Vier Stunden unterwegs

Die anderen Wehren hatten ihre Fahrzeuge ähnlich geschmückt, und die Hausener hatten dazu einen strahlenden Nikolaus-Schlitten mit Rentier auf das Dach gesetzt. Hinter den Kabinenfenstern leuchteten Sterne und anderer Glamour. Fantasievoll mit Lichtern geschmückt und ausgestattet war auch ein Traktor, der vorwegfahren sollte. Auf der Gabel trug er eine riesige Kerze und auf der kleinen Ladefläche hinten einen erleuchteten Weihnachtsbaum. Um 17.30 Uhr starteten die Fahrzeuge zum Korso durch die Stadt, schlängelten sich zunächst durch Hausen und dann durch Arnsbach bis an das Ortsende und wieder zurück. Dann noch einmal durch Hausen, die Hochwiese hinauf nach Rod am Berg, wieder hinunter nach Anspach bis in den alten Ortskern und die Breitestraße, ein Stück auf der Bahnhofstraße, durch die Wiesenau, am Feldbergcenter vorbei, dann eine Schlaufe links und eine rechts durch die Wohngebiete, zurück zur Theodor-Heuss-Straße, weiter abwärts über die Landstraße und den Heisterbach-Kreisel nach Westerfeld. Auch Westerfeld wurde ausgiebig abgefahren, bis der Konvoi wieder Kurs auf das Domizil der Feuerwehr nahm.

Für diese gewaltige Strecke im Schritttempo brauchte der Umzug schon eine Weile, und so war am Straßenrand mehr oder weniger Geduld gefragt. Sogar zwischen Anspach und Westerfeld standen Menschen an der Strecke, innerorts noch mehr, und bereits an der Feuerwehr kamen viele zusammen, um die Startaufstellung zu bewundern.

Viele warm eingepackte Kinder dort und in den Straßen hatten Laternen dabei, und an den Fenstern warteten auch viele, um aus der warmen Stube heraus das Treiben mitzuerleben.

Tolles Erlebnis für die Kinder

Ein Schuss Partystimmung gab es auch, denn poppige Musik aus der Box begleitete den Zug. Die Besatzungen winkten den Zuschauern zu, und die winkten zurück, Bonbons flogen aber keine. Dennoch kamen gerade die Kinder auf ihre Kosten, denn so sahen sie die Einsatzfahrzeuge, die sonst meist mit Blaulicht und ohrenbetäubendem Lärm durch die Straßen brausen, nicht alle Tage.

Staunend große Augen überall, schließlich war das Spektakel vor allem den Kindern für die ausgefallenen Laternenumzügen, welche die Feuerwehr ja üblicherweise aus Sicherheitsgründen stets begleitet, gewidmet.

Die Idee der Brandbekämpfer hat gezündet. Gemeinsam mit dem DRK haben sie den Bürgern und Kindern der Kleeblattstadt am dritten Advent eine große Freude gemacht. Fast vier Stunden war der Umzug übrigens unterwegs, um mit Lichtern geschmückt - auf Fahrt zu gehen.

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