1. Startseite
  2. Lokales

Weg für Technikzentrum geebnet

Erstellt: Aktualisiert:

Wehrheim (inf). Auf der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung an diesem Donnerstag wurde in Wehrheim der Weg für den Bau eines interkommunalen Feuerwehrzentrums ein Stück weit geebnet. Denn die Mitglieder des HfA sprachen sich einstimmig für die Unterstützung des Neubaus eines solchen Zentrums in Usingen aus. Das neue Technikzentrum soll an der Weilburger Straße neu errichtet werden.

Für den Neubau des Gebäudes arbeiten die Gemeinden Wehrheim, Usingen, Neu-Anspach und Grävenwiesbach zusammen. »Dies ist ein Grundsatzbeschuss, mit dem wir uns zur Zusammenarbeit im Rahmen der IKZ bekennen«, erklärte Bürgermeister Gregor Sommer noch vor der Abstimmung am Donnerstag, sehr zur Freunde von Gemeindeinspektor Markus Lezius, der für die Floriansjünger aus Wehrheim die Sitzung des HfA stellvertretend besuchte.

Arbeiten werden immer aufwendiger

Sommer begründete, warum er eine solche Zusammenarbeit für notwendig hält: »Die ehrenamtliche Wehr ist mittlerweile am Rand ihrer Möglichkeiten angelangt. Die Aufwendungen für die Arbeit der Wehr werden immer anspruchsvoller und sind so durch das Ehrenamt nicht mehr leistbar.« Denn bei der Prüfung, Wartung und Pflege von Atemschutzgeräten und Schläuchen ginge die meiste Einsatzzeit drauf. Alleine die Wartung aller Geräte nach einem Einsatz dauert etwa zwei Tage. Darum habe man die Idee gehabt, bestimmte feuerwehrtechnische Dienste zu bündeln und gemeinsam auszuüben, sodass nicht mehr jede Gemeinde jeden Dienst vorenthalten muss. Natürlich, so betonte Sommer, seien noch Fragen offen, in einigen Sachverhalten müsste noch ein gemeinsamer Weg gefunden werden. Die Kostenverteilung jedoch soll zwischen den Kommunen erfolgen, ein Vorschlag solle diesbezüglich noch ausgearbeitet und dem Gremium vorgelegt werden. In wie weit die Verrechnung für die Arbeiten im Technikzentrum und die künftigen Unterhaltungskosten des Zentrums auf die Gemeinden aufgeteilt wird, sei ebenfalls noch Gegenstand künftiger Gespräche zwischen den Kommunen.

Einen Schritt in diese Richtung sei Wehrheim bereits gegangen: Moritz Mangel wurde als neuer hauptamtlicher Gerätewart eingestellt, habe bereits angefangen und sei für die Gemeinde »tatsächlich ein Glücksfall«. »Er geht hoch motiviert an seine Arbeit heran«, betonte der Bürgermeister. In einem gemeinsamen Verband sollen schließlich die Mitarbeiter gemeinsam in die Arbeit am neuen Technikzentrum eingegliedert und miteinander verzahnt werden.

Die Errichtung eines solchen Technikzentrums wirke sich natürlich auch auf die Pläne Wehrheims aus, ein neues Gerätehaus zu errichten. »Bestimmte Aufgaben müssten, wenn wir uns für den Bau eines solchen Technikzentrums entschließen sollten, nicht mehr in die Planung des Gerätehauses einfließen«, betonte Sommer. Dies würde natürlicherweise zu einer Reduktion des Umfangs eines solchen Gebäudes führen. Was notwendig werden würde, soll im Rahmen eines Feuerwehrentwicklungsplans festgestellt werden. Dieser werde in der zweiten Jahreshälfte 2022 fertiggestellt und wurde bereits bei den letztjährigen Haushaltsberatungen beschlossen.

Auch interessant