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Obernhain.

Weihnachten im Usinger Land

Christvesper im Landschaftsgarten

Pfarrer Jox Hans-Ulrich hat die Besucher einer Christvesper im Landschaftsgarten in Obernhain mit .einem besonderem Krippenspiel überrascht. In den Hauptrollen: Ein Schaf und ein Esel.

Obernhain (cju). Der Landschaftsgarten von Familie Rega war festlich von der Hausherrin Christiane Rega geschmückt worden. Die Besucher der Christvespter am Heiligen Abend konnten sich auf Bänken, auf denen Decken und Sitzkissen warteten, niederlassen - mit viel Abstand. Er habe noch nie vor einer Gemeinde gesprochen, die so in die Breite gehe, scherzte Pfarrer Hans-Ulrich Jox, sonst gehe es eher in die Tiefe. Aber er freute sich sehr, mit den Gläubigen eine Christvesper zu feiern, die trotz Corona leichter stattfinden könne, da die frische Luft für die nötige Sicherheit und der Abstand auf den Bänken ebenso dafür sorge, dass die Ansteckungsgefahr gering sei. Außerdem waren die Besucher im Eingangsbereich überprüft worden. Dies hatte Ingmar Rega erledigt. Lediglich beim Singen mussten Masken aufgesetzt werden.

Jox hatte ein ungewöhnliches Krippenspiel mit nach Obernhain gebracht. Sarah und Hanna kamen als Schaf und Esel in liebevoll gestalteten Kostümen und unterhielten sich über die Themen, die ein Tier an Heiligabend so bewegen mag. Dabei zeigte sich das sensible Schaf eher für den Zauber der Heiligen Nacht empfänglich als der doch sehr pragmatische Esel, der sich darüber beschwerte, dass es viel zu eng im Stall geworden sei und das Heu knapp werde.

Das Lamm Gottes und der gierige Esel

Doch im Laufe des Gesprächs zwischen den beiden Tieren entwickelte auch der Esel eine Schwäche für die Vorkommnisse und am Ende waren sie davon überzeugt, dass es schon etwas Besonderes sei, was da in ihrem Stall passiert ist. Und dass Gott etwas vorhabe, wenn er das Lamm Gottes, so die Bezeichnung des gar nicht dummen Schafes, auf die Erde entsende. Jox griff diesen Gedanken in seiner Predigt auf und vertiefte ihn in seinen Worten an die Gemeinde. Der Esel wollte zwar auch noch Steuersenkungen und neue Eiscremesorten, konnte sich damit aber nicht durchsetzen. Das Ganze wurde umrahmt von Weihnachtsliedern, die die Gemeinde mit Inbrunst sang. Pfarrer Jox dankte Familie Rega herzlich für das Bereitstellen des Landschaftsgartens. Am Ausgang wurde die Kollekte gesammelt, die Brot für die Welt zugutekommen wird, und für die Besucher gab es noch ein kleines Abschiedsgeschenk in Form eines gefilzten Sterns.

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