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Grün dargestellt ist in der Skizze das IKZ-Modul, das an der neuen Feuerwehr in der Weilburger Starße von vier Kommunen gemeinsam betrieben werden soll. Der Plan ist nur eine Skizze und nicht endgültig.

Neubau in Usingen geplant

»Ja« zum Technikzentrum für vier Feuerwehren im Usinger Land

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Bereits die Tatsache, dass Vertreter der Feuerwehren Wehrheim, Neu-Anspach, Usingen und Grävenwiesbach am Freitag der Wehrheimer Gemeindevertretersitzung beiwohnten, verdeutlichte, dass es für sie um eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft ging.

Wehrheim. Bereits die Tatsache, dass Vertreter der Feuerwehren Wehrheim, Neu-Anspach, Usingen und Grävenwiesbach am Freitag der Wehrheimer Gemeindevertretersitzung beiwohnten, verdeutlichte, dass es für sie um eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft ging. An dem Tag sollte Wehrheim als letztes Gemeindeparlament der an einer Interkommunalen Zusammenarbeit beteiligten Kommunen über das neu zu errichtende Technikzentrum entscheiden. Der Neubau soll in Usingen an der Weilburger Straße entstehen.

Einstimmig für einen Neubau - Freude bei den Feuerwehren

»Ein solches Technikzentrum würde unsere Wehren und vor allem den Zeitaufwand für das Ehrenamt, deutlich entlasten«, warb Bürgermeister Gregor Sommer im Gemeindeparlament um die Zustimmung der Parlamentarier für das Großprojekt. Auch wenn noch nicht alle Punkte, wie beispielsweise die Kostenaufteilung, zwischen den Kommunen geklärt seien, so ginge es hier um einen Grundsatzbeschluss, der richtungsweisend für die beteiligten Kommunen im Usinger Land wäre. Zudem äußerte er, dass es ein glücklicher Umstand sei, dass der neue Feuerwehrbedarfsplan erst nach der Abstimmung im Wehrheimer Gemeindeparlament in der zweiten Jahreshälfte 2022 erstellt werde - so könne man die aktuellen Abstimmungen bezüglich des Technikzentrums in die Planung einbeziehen.

Die auf seine Rede folgende Abstimmung fiel einstimmig zugunsten eines Neubaus aus. Dies stieß auf großen Zuspruch bei den Vertretern der Feuerwehren. »Wir freuen uns nicht nur in Wehrheim, sondern in allen Kommunen, denn für uns alle bedeutet das eine zeitliche Entlastung. Bislang wurden die Gerätschaften immer noch von Ehrenamtlichen geprüft«, sagt Wehrheims Gemeindebrandinspektor Markus Lezius gegenüber dieser Zeitung. Seit dem 1. Dezember sei nun ein hauptamtlicher Gerätewart im Einsatz, der der Gemeinde und der Feuerwehr ein erkleckliches Maß an Arbeit abnehme.

Technikzentrum soll zentrale Wartung und Pflege der Geräte ermöglichen

Im künftigen Technikzentrum wird in Zukunft die komplette Wartung und Pflege aller Gerätschaften vorgenommen. In erster Linie betreffe dies die Schlauchpflege, die Atemschutzgeräte sowie die Brandschutzkleidung. »Auch kleinere Reparaturen können im neuen Technikzentrum erledigt werden«, so Lezius weiter. Je nach Einsatz bedeute die Wartung und Pflege der Ausrüstung nach einem Brand zwei bis drei Tage Arbeit. Sollte in der Zwischenzeit irgendwo ein neues Feuer ausbrechen, so seien die Gerätschaften so geplant, dass man eine gewisse Reserve habe, versichert Lezius.

Auf den Neubau des Feuerwehrgerätehauses hat das neue Technikzentrum ebenfalls große Auswirkungen. »Eine Atemschutzwerkstatt braucht beispielsweise eine Mindestfläche von 150 Quadratmetern, die wir nun komplett einsparen können und nicht selbst errichten müssen«, erklärt Wehrheims Gemeindebrandinspektor.

Nachdem nun alle Gemeindeparlamente dem Bau des Technikzentrums zugestimmt haben, ist schließlich der Weg für einen Neubau frei gemacht worden. Wann der Bau nun errichtet wird, hängt jetzt von Usingen ab.

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