Letzte Handgriffe an der Sporthalle Oberloh

  • schließen

WEHRHEIM - (inf). Noch wird kräftig gebuddelt an der Sporthalle am Oberloh. Dennoch deutet viel darauf hin, dass sich die Arbeiten dort zumindest auf der Zielgeraden befinden. "Die Halle ist benutzbar, die Abnahmen laufen", sagt auch Frank Dechert vom Wehrheimer Bauamt. Neben einigen optischen Mängeln müssten noch Restarbeiten an den Fliesen vorgenommen werden, zudem konnte bislang eine Brauchwasserpumpe noch nicht in Betrieb genommen werden.

Sie soll künftig das Brauchwasser in die Toilettenanlage pumpen. Aus diesem Grund werden die Toiletten momentan noch mit Trinkwasser versorgt.

Außen ist die Straße noch aufgerissen, einige Stellen sind mit Kies geschottert. "Hier wurden wie bei jedem Hausanschluss, Wasser, Kanal und Telekomarbeiten vorgenommen, die es notwendig machten, dass der Asphalt an dieser Stelle aufgerissen werden musste", so Dechert gegenüber dieser Zeitung. Künftig sollen hier neues Pflaster befestigt werden, erklärt der Bauamtsleiter. Das dies noch in diesem Jahr geschieht, ist jedoch nicht sehr wahrscheinlich. "Die Aufträge für die Asphaltarbeiten sind schon vergeben, allerdings sind die Auftragsbücher der Firmen sehr voll." Da Arbeiten am Asphalt nur in bestimmten Jahreszeiten erledigt werden können, ist es sehr wahrscheinlich, dass damit erst im nächsten Frühjahr begonnen werden kann. "Ein Anmischen des Asphalts ist nur unter Hitze möglich und das geht im Winter nicht."

Als nächster Schritt sei dann geplant, direkt vor dem Eingang der Sportplätze Behindertenparkplätze zu errichten. Die restlichen Parkplätze sind für Nutzer der Halle, als auch des Leichtathletikbereichs und des Schützenvereins, der sich auf der anderen Seite der Straße befindet, reserviert. Weiterhin sollen rechts und links vom Eingang noch Grünflächen angelegt werden.

Intelligente Beleuchtung

Immer noch nicht geklärt ist, wann die Querung über die Usinger Straße entstehen soll. "Uns von der Gemeinde wäre es lieber gestern als morgen gewesen", sagte Dechert. Forderungen, diesen Straßenbereich zu entschärfen, gebe es ja bereits seit einigen Jahren. Doch hier hat die hohe Rückzahlung der Gewerbesteuer der Gemeinde Wehrheim einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bislang weisen Straßenschilder mit Blinklichtern darauf hin, dass in diesem Bereich Besucher die Straße von der einen zur anderen Seite überqueren würden. Langsam gefahren wird hier jedoch trotzdem nicht, wie sich am Mittwoch zeigte. "Geplant ist, an der Querungsstelle einige bauliche Veränderungen vorzunehmen. Beispielsweise soll an dieser Stelle ein Fahrbahnteiler errichtet werden, der schon alleine durch die Bauweise dafür sorgt, dass die Geschwindigkeit gedrosselt wird", erklärt der Bauamtsleiter.

Als Kostenpunkt des gesamten, neu zu gestaltenden Kreuzungsbereichs, veranschlage die Gemeinde, laut Bürgermeister Gregor Sommer, ungefähr 170 000 Euro. Zudem soll der Ausbau des Fuß- und Radwegs vorangetrieben werden. Laut Sommer sei die Installation einer Beleuchtung geplant, wegen der die Verwaltung zurzeit mit der Syna im Gespräch stehe. Zudem werde geprüft, ob die Möglichkeit von finanziellen Zuschüssen über Fördermitteln möglich wäre. Die Kosten einer solchen Beleuchtung würden etwa 17 850 Euro brutto betragen. Sollten die Lampen auf Solarstrom mit Akku aufgerüstet werden, so würden die Kosten auf 46 500 Euro brutto steigen.

Zudem soll ein sogenanntes "intelligentes" Beleuchtungskonzept eingebaut werden, das - ähnlich wie bei Bewegungsmeldern - nur bei Benutzung des Weges anspringt. Zusätzlich sei, so Sommer, eine Beleuchtung des Wirtschaftswegs "Am Oberloh" bis vor die Sporthalle geplant. Hier müssten drei Maststandorte mit Erdkabeln verlegt werden (5400 Euro brutto ohne Solarstrom/10 800 Euro brutto mit Solarstrom). Die gesamten Umbaumaßnahmen sollen, hofft der Verwaltungschef, im kommenden Jahr erfolgen. Sommer betont noch einmal, dass er die geplanten Maßnahmen im Hinblick auf die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer, sowie die der vielen Kinder und Jugendlichen, die dort die Straße regelmäßig überqueren müssen, für immens wichtig hält.

Das könnte Sie auch interessieren