Was die SPD Wehrheim voranbringen möchte

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WEHRHEIM - (kh). Auf ihrer Internetseite zur Kommunalwahl www.wehrheim-voranbringen.de präsentiert die heimische SPD ihr Programm für die Kommunalwahl am 14. März Wehrheim. Voranbringen wollen die Sozialdemokraten das "Apfeldorf" in den von ihr genannten vier Themenfeldern "Mobilität", "Natur, Umwelt und Klima", "Ortsentwicklung" sowie "Wirtschaft und Digitalisierung".

Neue Mobilität erhofft sich die SPD zum einen von der Umsetzung des S5 bis Usingen und darüber hinaus, wobei die das zweite Gleis zwischen der Saalburg und Usingen mit möglichst geringen Eingriffen in das Ökosystem verwirklicht werden soll; was die Fahrpreise angeht, müsse die S-Bahn attraktiver als die Fahrt mit dem Auto sein. Zum anderen will sie aber auch das Angebot und die Qualität der öffentlichen Personenbeförderung zwischen den Ortsteilen verbessern, etwa durch einen stärkeren Einsatz kleinerer, klimafreundlicher Busse, die häufiger fahren, durch die Verlängerung der Buslinie 63 bis ins Gewerbegebiet Nord und von dort zum Sportplatz Oberloh oder - im Sommer - durch eine Busverbindung zum Schwimmbad.

Unter ihrer Forderung "Verkehr neu denken" beschreibt die SPD die Neukonzeption der Bahnhofstraße mit breiter Bürgerbeteiligung: Der Verkehr soll verlangsamt, Rad- und Fußgängerverkehr integriert und die Verkehrssicherheit verbessert werden. Schließlich will die SPD auch den Ausbau des innerörtlichen Radwegenetzes voranbringen, so mit einem neuen Radweg zwischen Bahnhof und Ortsmitte, dem Ausbau der Radwege zwischen den Ortsteilen und weiteren Ladestationen für E-Bikes.

Im Feld Natur, Umwelt und Klima schreibt die SPD den Schutz der Artenvielfalt fest; Instrumente hierfür sollen Konzepte für naturnahe innerörtliche Grünflächen und Wegränder sein, das Vermeiden von Pestiziden auf gemeindeeigenen Flächen und die naturschutzgerechte Pflege von Hecken und Streuobstbeständen. Ein klimastabiler Wald soll als Natur- und Erholungsraum dienen, wobei der Waldumbau mit standortheimischen Bäumen umgesetzt werden soll. Zwei weitere Forderungen: Das FSC-Siegel zur ökologischen Bewirtschaftung soll wiedererlangt, der Einsatz von Insektiziden im Wald unterlassen werden. Als Beiträge für einen wirksamen Klimaschutz nennt das Programm: in allen öffentlichen Gebäuden regenerativ erzeugte Energie nutzen, Fotovoltaik und Solarthermie fördern, Zisternennutzung zum Schutz des wertvollen Trinkwassers fordern und fördern.

In der Ortsentwicklung verfolgt die Partei eine behutsame Verdichtung der Wohnbebauung, bezahlbare Wohnungen für junge Familien, Plätze und Räume für soziale Begegnungen und die Beruhigung des innerörtlichen Autoverkehrs. Hier plädiert die Partei unter anderem für die Erhaltung des dörflichen Charakters Wehrheims und die Vermeidung der Zersiedlung der Landschaft, schlägt aber auch den Bau von Mehrfamilienhäusern vor. Neue Wohnquartiere sollen als Orte der Begegnung geplant, vorhandene Plätze neu gestaltet werden, um Begegnungen zu ermöglichen. Neben preiswertem Wohnraum und neuen Angeboten für Menschen mit Bedarf an kleineren Wohneinheiten soll auch das Generationenwohnen gefördert werden.

Mit der Digitalisierung vorangehen soll es nach Ansicht der SPD Wehrheim mit dem Ausbau des 5G Mobilfunkstandards und des Glasfasernetzes - die Infrastruktur für digitale Wirtschaftsformen. Doch auch die Verwaltung soll nachrüsten, Behördengänge sollen leichter werden, indem die Bürgerschaft noch mehr Anliegen online erledigen kann.

Ansässigen Betrieben Entwicklungsmöglichkeiten bieten, ansiedlungswilligen Unternehmen Chancen eröffnen und alternative Ansiedlungen in ÖPNV-Nähe unterstützen sind für die SPD wichtige Aspekte bei der Entwicklung und Ausweisung von Gewerbegebieten. Unter Wirtschaftsförderung fasst sie ihre Anliegen nach Erhalt und Schaffung lokaler Arbeitsplätze und der Förderung des Dialogs zwischen Unternehmen und Verwaltung zusammen. Das alles dient dazu, die Gewerbesteuereinnahmen zu sichern und auf breitere Basis zu stellen.

Ein letzter Punkt im Wahlprogramm der Wehrheimer Genossen ist die Weiterentwicklung des Ausbildungsverbunds; Umlandkommunen und Wirtschaft sollen einbezogen, jungen Menschen regionale Verbundenheit ermöglicht und Fachkräfte aktiv für lokale Unternehmen ausgebildet werden.

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